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Montag, 25. Mai 2015

Tagliatelle mit Rucolapesto, getrockneten Tomaten und zweierlei Spargel: Kleines Intermezzo

Für mich selbst kaum zu glauben aber ich habe doch glatt in dieser Saison bisher so selten Spargel gegessen, wie gefühlt noch nie im Leben! Schockschwerenot, das darf nicht sein, deswegen kommt hier zwischen Tür und Angel schnellschnell ein Spargelrezept, das nicht viel Aufwand erfordert und zudem für Menschen mit Entscheidungsschwierigkeiten wie mich sehr gut geeignet ist, weil es sowohl grünen als auch weißen Spargel beinhaltet.

Tagliatelle mit Rucolapesto, getrockneten Tomaten und zweierlei Spargel


Hier kommt das Rezept für Tagliatelle mit Rucolapesto, getrockneten Tomaten und zweierlei Spargel für zwei Personen:

Für das Rucolapesto: 
etwa 100 g Rucola
50 g Pinienkerne
ein paar Walnüsse (bitte vorher probieren, dass sie nicht bitter schmecken, das wäre der sichere Tod des Pestos)
50 g Parmesankäse
1 Knoblauchzehe
100 ml Olivenöl
Salz, Pfeffer, ein paar Spritzer Zitrone zum Abschmecken

Für die Pasta mit Spargel:
250 g grünen Spargel
250 g weißen Spargel
250 g Tagliatelle
2 EL Olivenöl
4-5 in Öl eingelegte getrocknete Tomaten, ein feine Streifen geschnitten
wer´s mag: ein paar Scheiben geräucherten italienischen Schinken
Parmesankäse zum Bestreuen
Grob gemahlenen Pfeffer

Rucolapesto

Für das Rucolapesto Rucola waschen und trockenschleudern. Pinienkerne und Walnüsse in einer beschichteten Pfanne ein paar Minuten anrösten. Parmesan in grobe Stücke hacken, Knoblauch abziehen und ebenfalls grob hacken. Alle Zutaten zusammen mit dem Olivenöl mit einem Pürierstab zu einem Pesto verarbeiten. Rucolapesto mit Salz, Pfeffer und ein paar Spritzern Zitronensaft abschmecken.

Spargel schälen und die holzigen Enden abschneiden (beim grünen Spargel nur das untere Drittel schälen, er ist zart genug), dann die Spargelstangen in etwa 4 cm lange Stücke schneiden. In einem großen Topf Salzwasser zum Kochen bringen, zuerst den weißen Spargel hinzugeben und etwa 8 Minuten kochen, dann den grünen Spargel zufügen und weitere 3 Minuten kochen, bis beide Spargelsorten bissfest sind - sie dürfen ruhig noch einen Hauch zu hart sein, denn sie werden später noch angebraten und garen dadurch weiter. Spargel abgießen, kurz kalt abschrecken und beiseite stellen.


Erneut Salzwasser in einem großen Topf zum Kochen bringen und die Tagliatelle darin al dente kochen. Währenddessen Öl in einer Pfanne erhitzen und die Spargelstücke darin kurz und kräftig anbraten, bis sie leicht Farbe nehmen. Getrocknete Tomatenstreifen dazugeben und kurz mitbraten, bereits jetzt den Spargel Pfeffer und etwas Salz abschmecken.

Für die unvegetarische Variante brät nun wer möchte den Schinken ebenfalls kurz in der Pfanne an.

Nudeln abgießen, in den heißen Topf zurückgeben und sofort mit Rucolapesto und dem gebratenen Spargel mit getrockneten Tomaten (und ggf. Schinken) vermischen. Auf tiefen Tellern anrichten und mit gehobeltem Parmesankäse und grobem Pfeffer bestreut servieren.

Rucolapesto mit Spargeltagliatelle und Schinken



Das Rucolapesto ist übrigens auch ein guter Selbstläufer für "nackte Pasta" wenn es mal schnell gehen muss, ihr könnt es wie fast jedes andere Pesto auch mit etwas Olivenöl bedeckt ein paar Tage im Kühlschrank aufbewahren. Wir haben die Reste für Sandwiches für die Mittagspause verwendet, zusammen mit Tomaten, Parmaschinken und gehobeltem Parmesan und einem frischen, fluffigen Ciabatta ist das 1a geeignet, wenn man am Bürosessel festklebt und nebenbei trotzdem was Feines essen möchte.

Und weil alte Spargelrezepte auf dem Blog leider manchmal ganz zu Unrecht in der Versenkung landen, gibt´s hier mit Klick aufs Bild noch ein paar Lieblingsrezepte aus den letzten Jahren. Die Spargel-Schinken-Crespelle mache ich so übrigens seit Ewigkeiten, ich glaube das war mein allererstes Spargelrezept überhaupt, das ich selbst gekocht habe. Allen, die auch der Meinung sind, dass alles mit einer Ladung Käse überbacken noch ein bisschen besser schmeckt, kann ich dieses Rezept besonders ans Herz legen.
***

Spargel-Schinken-Crespelle

Penne mit Spargelköpfen und Schinken

Spargeltarte mit Fetakäse und Zuckerschoten

Spargelsalat mit Eier-Vinaigrette und Speckpfannkuchen

Habt ein schönes Restpfingstwochenende und morgen einen guten Wochenstart!

Montag, 19. Januar 2015

Ravioli mit Selleriefüllung und Walnuss-Pesto: Gestern pfui, heute hui!

Knollensellerie und ich hatten bis vor einiger Zeit ein eher kompliziertes Beziehungsverhältnis. Hässlich, erdig, immer das Allerletzte in der Gemüsesuppe, schon als Kind für mich das Gewächs des Grauens. Nun habe ich aber schon öfter festgestellt, dass ich mich nach einer „erzwungenen Gewöhnungsphase“ doch mit vielem nicht nur arrangieren kann, sondern es sogar plötzlich ganz gerne mag. Nach Kapern zum Beispiel bin ich seit der wundersamen Heilung durch Panzanella mittlerweile fast schon verrückt und finde, es gibt kaum etwas Besseres, um einem Gericht eine Ladung salzige Deftigkeit zu verpassen. Ist ein bisschen wie Meditieren oder Sport, am Anfang hat man keine Lust drauf und schreit Obszönitäten, später ist man happy, dass man es tut und möchte es nicht mehr missen. Ganz wichtig dabei ist in Bezug auf Essen für mich ein gescheites Rezept, bei dem das, was ansonsten den gewissen Örks-Faktor erzeugt, plötzlich eine gut durchdachte Hauptrolle bekommt oder zumindest so essentiell ist, dass dem Gericht „ohne“ etwas fehlen würde. 

Selbstgemachte Ravioli mit Selleriefüllung und Walnuss-Pesto
Klappt bei meiner neuen Kumpeline hier ganz gut: Die Knolle kommt fein als Raviolifüllung getarnt daher und hat mich in Verbindung mit dem Walnuss-Pesto sehr entzückt. Das Walnuss-Pesto ist übrigens ein Selbstläufer, ruckzuck gemacht und auch mal schnell für 'nen Schwung Spaghetti ein toller Begleiter.

Selbstgemachtes Walnuss-Pesto

Hier kommt das Rezept für selbst gemachte Ravioli mit Selleriefüllung und Walnuss-Pesto für zwei Portionen:

Für die Ravioli:
200 g Mehl
1 gestr. TL Salz
2 Eier
1-2 EL Olivenöl

... ihr könnt aber natürlich auch ein anderes Nudelteigrezept nehmen

Für die Ravioli-Füllung:
1/2 Knolle Sellerie
1 kleine Zwiebel
1 Knoblauchzehe
2 Stängel Thymian
2 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer

Für das Walnuss-Pesto:
50 g Walnüsse
1 Knoblauchzehe
1 EL Rosmarinnadeln
3 EL Parmesankäse, fein gerieben
1 EL Walnussöl
2 EL Olivenöl
Salz

Außerdem: Olivenöl, frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Selbstgemachte Ravioli mit Selleriefüllung


Selbstgemachte Ravioli RezeptFür die selbstgemachten Ravioli Mehl in eine Schüssel sieben, Salz untermischen. Eier verquirlen und zusammen mit dem Olivenöl zum Mehl geben. Alles mindestens 5 Minuten zu einem glatten, elastischen Teig verkneten. In Frischhaltefolie wickeln und 30 Minuten in den Kühlschrank stellen.

Für die Füllung Sellerie putzen, Zwiebel und Knoblauch schälen und alles fein würfeln. Thymianblättchen vom Stiel zupfen. Olivenöl in einer Pfanne erhitzen, Sellerie, Zwiebeln und Knoblauch darin weich dünsten, zum Schluss die Thymianblättchen dazugeben und kurz mitdünsten. Die Ravioli-Füllung kräftig mit Salz und Pfeffer abschmecken und mit einer Gabel grob zerdrücken.

Für das Pesto Walnüsse, Knoblauch und Rosmarin fein hacken (ich nehme dafür immer so einen kleinen handbetriebenen Shredder/Blender, das Pesto sollte jedenfalls hier nicht zu fein werden, sondern noch etwas „krümelig“, deswegen ist ein Pürierstab nicht zu empfehlen). Parmesan und Öle unterrühren, mit Salz abschmecken. Ich habe übrigens ein recht geschmacksintensives Walnussöl, da reicht mir ein EL, aber da könnt ihr variieren und ggf. mehr Walnuss- und weniger Olivenöl nehmen bzw. wenn ihr kein Walnussöl habt, schmeckt´s auch nur mit Olivenöl.

Den Teig auf einer ganz leicht bemehlten Arbeitsfläche superflach ausrollen. Entweder mit dem Nudelholz (denkt an mich, mir sind auch fast die Arme abgefallen) oder mit einer adretten Pastamaschine. Teig in zwei gleich große Stücke teilen. Mit einem Teelöffel kleine Häufchen von der Selleriefüllung auf eine Teighälfte setzen (achtet auf genügend Abstand zwischendrin, dann die Zwischenräume mit etwas Wasser bepinseln und die andere Teighälfte drauflegen. Den Teig zwischen der Füllung gut andrücken, dann mit einem Messer oder - noch schöner - mit einem Pastarädchen die Ravioli ausschneiden.

Ravioli im kochenden Salzwasser etwa 3 Minuten kochen (sie müssen oben schwimmen) und dann mit einer Schaumkelle herausnehmen und abtropfen lassen. Etwas Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und Ravioli darin schwenken. Mit Walnusspesto vermischen und mit frisch gemahlenem Pfeffer bestreut servieren. Nach Geschmack noch mit ein paar Tropfen Olivenöl beträufeln.

Walnuss-Pesto-Rezept
Ich wünsche euch einen guten Wochenstart, viele schöne Grüße!

Montag, 17. Juni 2013

Italienischer Nudelsalat: Wer ist denn eigentlich Lisa?

Wer kennt sie nicht: Die Nudelsalat-Traumata, verursacht durch Kindergeburtstage, Grillparties und Tage der offenen Tür, an denen durchsichtige Schüsseln voller weichgekochter Röhrchennudeln in Mayonnaise ertränkt und mit Mais, Fleischwurststückchen und Eiern gespickt in Reih und Glied auf den mit Wachstuch abgedeckten Biergarnituren in der Sonne vor sich hinsalmonellten. 
Vielleicht ist das ein Grund, warum ich Nudelsalat bisher nicht gerade auf meiner Favoritenliste hatte, was Salate betrifft (bis auf den feinen Nudelsalat meiner Tante, dazu ein andermal mehr) und selbst zubereitet habe ich tatsächlich noch keinen einzigen. Ist ein Ding, oder? 
Aber dann! Oh mein Gott! Heiliger Bimbam! Hurra! Dann kam der Nudelsalat, der alles veränderte und – das weiß ich jetzt schon – Einzug in die Halle der für mich ruhmreichsten Nudelsalate halten wird. Und das beste: Ich musste ihn gar nicht selbst machen, denn diesmal wurde ich bekocht – mit viel Amore Amore und deswegen schmeckte er natürlich noch mal extra gut. 

Italienischer Nudelsalat mit Rucola, Parmaschinken und getrockneten Tomaten


Hier kommt das Rezept, ausreichend für 4 Personen als Hauptspeise, als Beilage zum Grillen dürfte die Menge für 8 Personen genügen: 
Zutaten: 
250 g Farfalle (oder welche Sorte ihr am liebsten habt) 
125 g Mini-Mozzarella-Kugeln 
2 EL Olivenöl 
Frisch gemahlener schwarzer Pfeffer 
50 g Pinienkerne 
125 g Rucola 
150 g getrocknete Tomaten in Öl 
120 g Parmaschinken 
1 TL kleine Kapern (wer mag mehr, wer Kapern-Phobiker ist, einfach weglassen) 

Rezept für das Dressing: 
70 ml Olivenöl 
3 EL Balsamico-Essig 
1 Knoblauchzehe, fein gehackt 
2 TL Pesto (selbstgemacht oder aus dem Glas) 
2 TL Senf 
1 EL Honig 
Salz und Pfeffer 

Außerdem: 
Etwa 100 g Parmesankäse, in dünne Scheiben gehobelt oder geschnitten 

Zutaten Italienischer Nudelsalat: Mozzarella und Parmaschinken



Nudeln in Salzwasser bissfest kochen, abgießen und mit kaltem Wasser abschrecken. Anschließend gut abtropfen und vollständig auskühlen lassen. Mini-Mozzarella-Kugeln halbieren und mit 2 EL Olivenöl und frisch gemahlenem schwarzen Pfeffer bis zur weiteren Verwendung in einer kleinen Schüssel marinieren. Die Pinienkerne bei mittlerer Hitze in einer beschichteten Pfanne ohne Fett leicht anbräunen (Attenzione, cari amici, für die, die auch beim Kochen gerne plaudern und nebenbei Sektchen/Weinchen/Bierchen gluckern: Sobald die Pinienkerne ein bisschen Farbe bekommen, geht´s ruckzuck und sie werden schwarz – also nicht zu lange aus den Augen lassen!). Rucola waschen und gut abtropfen lassen bzw. trocken schleudern. Die getrockneten Tomaten in feine Streifen schneiden. Parmaschinken in etwa 1 ½ cm breite Streifen schneiden. Alle Zutaten in eine große Schüssel geben und vorsichtig durchmischen. 

Für das Dressing Olivenöl, Balsamico-Essig, Knoblauch, Pesto, Senf, Honig mit etwas Salz und frisch gemahlenem Pfeffer gut miteinander verrühren. Dressing über den Salat geben, noch mal gut durchmischen (ggf. mit Salz und Pfeffer abschmecken) und mit gehobeltem Parmesan bestreut servieren. 

Zutaten für italienischen Nudelsalat: Pinienkerne


Italienischer Nudelsalat serviert in weiß

Als Sommersalat und Beilage zum Grillen 1a, für Mädelsabende mit viel Geschnatter prädestiniert, in Zweisamkeit mit einer Flasche Wein allerköstlichst (alleine, mit Kohlenhydratjieper im Schneidersitz mit der Schüssel auf den Knien und einem Vorlegelöffel als „Schaufel“ in der Hand exzellent!). Ihr merkt schon, ich bin begeistert. Ach so, ja, wer ist denn jetzt eigentlich Lisa? Das wissen wir selbst leider nicht so genau, denn persönlich kennen tun wir sie nicht, das Rezept für den Nudelsalat basiert jedoch auf dem Italienischen Nudelsalat von Lisa aus dem Kochforum mit der Mütze. Unbekannterweise ein großes Dankeschön! :-)

Donnerstag, 28. Februar 2013

Polarisierungsfehler: Pasta mit Brokkoli, Kirschtomaten und Marsala-Rosinen

Zu Rosinen gibt es ja bekanntlich geteilte Meinungen – man mag sie oder man mag sie nicht, genau so wie bei Lakritz oder Ovomaltine. Bei mir ist das so ein Zwischendings (übrigens auch bei Lakritz, denn die schmeckt für mich so exorbitant gewöhnungsbedürftig und ich finde sie sogar ein kleines bisschen eklig aber gleichzeitig so faszinierend, dass ich sie doch ständig essen muss, wenn sie in Reichweite ist): Ich mag Rosinen im Müsli, während sie mir jeden cremig-zitronigen Käsekuchen aufs fürchterlichste verleiden. In einer fruchtigen Sauce mit Rosinen zu Geflügel könnte ich mich baden, in einem Couscous-Salat jedoch würde ich sie am liebsten einzeln rauspulen und gegen die Wand klatschen (ist zugegebenermaßen auch schon passiert, also, nicht direkt gegen die Wand, aber vom Balkon in den Nachbargarten). Umso erstaunlicher, dass es nun ein Gericht gibt, bei dem ich mich nicht entscheiden kann, ob ich die Rosinen darin ziemlich abgefahren und außergewöhnlich „interessant“ finde oder schlichtweg unnötig und nicht gerade förderlich für die Gesamt-Komposition. Was ich definitiv sagen kann: Ohne die Rosinen ist das hier ein feines Pastagericht, mit dem man es sich am besten mit einem großen Teller auf den Knien auf dem Sofa mit dem Lieblings-Film gemütlich macht. Mit Rosinen ist es aber auch irgendwie besonders und hinterlässt so ein Pimp-my-Pasta-Gefühl. Hach, da sind se wieder, die zwei Seelen ... ;-) 



Hier kommt das Rezept für 2 Portionen: 
15 g Rosinen 
2 EL Marsala 
2 TL Pinienkerne 
1 TL Zucker 
½ rote Chilischote 
ca. 400 g Brokkoli 
Salz 
150 g Kirschtomaten 
1 große Knoblauchzehe 
Eine kleine Handvoll Basilikumblätter 
50 ml Mineralwasser mit Kohlensäure 
Pfeffer, 2 EL Olivenöl 
3 TL Kapern (die kleinen, in Lake) 
200 g Gemelli (oder andere Pasta wie Fussili oder Penne) 
1 TL Butter 

Rosinen in einer Schüssel mit Marsala einweichen. Pinienkerne in einer beschichteten Pfanne anrösten, den Zucker dazugeben und leicht karamellisieren. Abkühlen lassen. 
Chilischote in feine Ringe schneiden. Brokkoli putzen und in kleine Röschen zerteilen, diese in kochendem Salzwasser in etwa 3-4 Minuten bissfest garen. Abgießen und kalt abschrecken (so behält er schön seine Farbe) und gut abtropfen lassen. Kirschtomaten halbieren und Knoblauch in feine Scheiben schneiden, Basilikumblätter abzupfen. 
Etwa 150 g Brokkoli mit 1 EL Pinienkernen und dem Mineralwasser fein pürieren und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und Knoblauch und Chili darin anbraten. Abgetropfte Brokkoli-Röschen dazugeben, mit Salz und Pfeffer würzen und weitere 2 Minuten mitbraten. Rosinen mit Marsala, Kapern und die Brokkoli-Paste unterrühren. 
Nudeln in kochendem Salzwasser bissfest kochen, abgießen und gut abtropfen lassen – dabei etwa 200 ml Nudelwasser auffangen. Nudeln, Nudelwasser und Butter im Topf wieder erhitzen und sämig einkochen lassen, dabei leicht mit Pfeffer würzen. Brokkoli-Röschen und Kirschtomaten unterheben und warm werden lassen. Die Nudeln mit Pinienkernen und Basilikum bestreut servieren. 



Das Rezept hat mich aus der Zeitschrift E&T 2/2013 angelacht, dort werden Mandeln statt Pinienkerne verwendet und noch ein bisschen geschnittenes Basilikum unter die Nudeln gehoben. Ich habe es zudem an meine Mengenvorlieben angepasst. Ach und übrigens fällt mir gerade auf, dass man auf dem Bild keine einzige Rosine sieht. Aber sie waren drin, ich schwöre! :-)


Sonntag, 3. Februar 2013

Ruckizucki Prä- und theoretisch auch Post-Urlaubsküche: Fettuccine mit Zucchini, Kürbiskernen und Kirschtomaten

Nach einer wunderbaren Snowboard-Woche in den Kitzbüheler Alpen habe ich folgendes zu verzeichnen: 
- Monsterhämatome: Weil ich mich auch beim x-ten Mal durch einen galanten Schuss in die Waden vom Sessellift niedermähen ließ. 
- Verbesserung des Snowboard-Trick-Repertoires: Zwar immer noch kein Haakon-Flip oder Frontside-Bluntslide-to-fakie, dafür exzellent ausgeführte 1080°C-(auf dem Boden)-to-face-to-snow (aber zum Glück nicht to-Krankenhaus). 
- Einen leeren Kühlschrank: Deswegen gibt es exorbitant fett-triefende Familienpizza vom Lieferservice und für euch ein Rezept, das ich schon vor dem Urlaub ausprobiert habe, nur keine Zeit mehr zum Aufschreiben hatte. Dabei ist es ideal, wenn man wenig Zeit zum Kochen und Lust auf einen riesengroßen Teller Wohlfühlpasta hat.



Hier kommt das Rezept für 2 Personen: 

2 EL Kürbiskerne
1 Zucchini
250 g Fettucine
1 EL Olivenöl
1 Schalotte, fein gehackt
1 Knoblauchzehe, fein gehackt
1 rote Chilischote, in feine Ringe geschnitten
1 Handvoll Kirschtomaten
150 g Fetakäse
Salz, frisch gemahlener Pfeffer

Kürbiskerne in einer beschichteten Pfanne ohne Fett erhitzen und ein paar Minuten anrösten. Herausnehmen und beiseite stellen. Zucchini mit einem Gemüseschäler in feine Streifen schneiden. Fettucine in einem großen Topf mit Salzwasser al dente kochen. Öl in der Pfanne erhitzen und Schalotten darin glasig dünsten. Knoblauch dazugeben, kurz mit dünsten, dann Chili und Zucchinistreifen dazugeben und bei mittlerer Hitze anbraten. Zum Schluss die Kirschtomaten mit in die Pfanne geben und ca. 2 Minuten mit anbraten. Alles mit Salz und Pfeffer würzen. Fettucine abgießen, dabei 3 EL Kochwasser auffangen und zusammen mit den Fettucine und den Kürbiskernen zum Gemüse mit in die Pfanne geben. Gut miteinander vermischen, Fetakäse darüber bröckeln, vorsichtig unterheben und ggf. noch einmal mit Salz und Pfeffer abschmecken.


Habt einen tollen Wochenstart, bis bald!

Donnerstag, 20. Dezember 2012

Türchen Nr. 20 vom 180°-Adventskalender: Ein kulinarisch „letzter Tag“ in Gedichtform























Guten Morgen zusammen, heut ist´s soweit,
fürs 20. Türchen steh ich bereit
und freue mich sehr und schreibe mich von,
dass ich darf fortführen die 180°C-Tradition.
Wie bereits im letzten Jahr
werde ich dichten – wie wunderbar!
„Oh nein, bitte nicht!“ wird manch einer denken,
doch da müsst ihr durch, ich hoff´ ohne verrenken!


Heute ist´s mir ein besonderer Spaß,
denn morgen, ja morgen, da war doch was?
`s ist noch nicht Weihnachten, kein Fest und Gesang,
was war es denn dann? Ach, der Weltuntergang!
Vor lauter Hektik und mich stressen
hab ich den ja ganz vergessen!
Sei´s drum, die Zeit rennt, und für die letzten Gelüste
Hab ich hier die kulinarische Weltuntergangsliste.
Ein Tag, wie er im Buche steht,
denn für Katastrophen ist´s nie zu spät!


Punkt eins: Das Frühstück – wie start´ ich den Tag?
Mit Kaffee und Milch, wie ich´s so gern mag.
Doch halt, was ist das? Die Maschine muckt
und bei der sauren Milch hätt ich fast schon gespuckt.
Das Toast schön beschmiert mit Marmelade
fällt auch hinunter – ach wie schade.
Und eins, das ist ja sonnenklar:
Beschmierte Seite unten – trari trara!


Punkt zwei: Der Snack so um elf
Wie wär´s mit Obst? Als Notbehelf!
Gesünder ist´s als Süßigkeiten,
das kann man wohl nicht bestreiten.
Litschis sollen´s diesmal sein –
Doch der Kern ist gar nicht fein!
Vor lauter reden laut und munter
schluck ich den Kern doch glatt mit runter,
dass um ein Haar ich gleich erblasse
und den nächsten Tag verpasse!


Punkt drei: Mittagessen – was Leichtes soll´s sein,
sonst fall´ ich Mimose
im Büro doch glatt in die Vollfressnarkose.
Salat geht immer, mit Feta und Brot,
doch –iiihhhh- was ist das? Welch schreckliche Not!
Ich schwör´, was ich euch jetzt verklicker:
Liegt im Salat doch ein Ohrenzwicker! *
Erinner´ ich mich noch ganz vage:
Wählte ich nicht OHNE Fleischbeilage??

Punkt vier: Zum Kaffee
Klar, Kuchen muss sein.
Doch zur Hülf, was ist das? Er ist hart wie Stein!
Und Tschüss, ihr Zähne, das war´s gewesen,
das nächste Mal fress ich doch gleich nen Besen.
Ein Fall für die Tonne, da gibt´s nichts zu rätseln,
ganz genau wie bei den Terminator-Vollkorn-Brezeln.


Punkt 5: Abendessen – jetzt muss was passieren,
wir wollen doch nicht die Lust am Essen verlieren.
Ist simpel zwar, doch ein Gaumenschmaus
Und sieht zudem noch lecker aus.
-ACHTUNG: UNVORHERGESEHENER EINSCHUB-
Aber ach, was ist das? Was für ein Leid,
die Küche ist immernoch unbereit!
Mittwoch sollte der Stichtag sein,
jetzt müssen doch noch die Arbeitsplatten rein.
Also schnell umgeschwenkt, vom Menü zur Pasta
auf der elektrischen Kochplatte und damit basta.
Doch was für ein Rezept, was nehmen wir da?
Adventskalender-Logo? Lamm? Wie wunderbar!
Wie von selbst kocht es sich fast,
ganz gechillt und ohne Hast.

Am Abend dann, so nach dem Essen,
sind all die Pannen schon vergessen.
Und so trotzen wir bislang
mit vollen Bäuchen dem Untergang.
Hundertachziggrad – die Zahl sei gewiss
für einen abrupten Ruderumriss.
Statt Untergang gibt´s ein Prost im Dezember
schon auf den nächsten Adventskalender!
Euch allen wünsch ich hier zum Schluss
ein schönes Fest mit Hochgenuss!

* beruht WIRKLICH auf einer wahren Begebenheit!



Pappardelle mit Lamm und Tomaten-Paprikasugo




Für 4 Portionen:
400 g mageres Lammfleisch
2 Schalotten
2 Knoblauchzehen
1 rote Peperoni
3 EL Olivenöl
1 EL Thymianblätter
50 ml Weißwein (trocken)
½ Paprikaschote, enthäutet und in feine Würfelchen geschnitten
1 Dose gestückelte Tomaten
Salz, frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
500 g Pappardelle (oder andere breite Bandnudeln)
Parmesankäse und ein paar frische Thymianzweige zum Servieren. 



Lammfleisch in kleine Stücke schneiden. Schalotten und Knoblauch schälen und fein hacken. Peperoni in feine Stücke hacken. 2 EL Olivenöl in einem Topf erhitzen, Fleisch darin anbraten und wieder herausnehmen. Schalotten, Knoblauch, und Peperoni im Bratfett andünsten. Fleisch wieder dazugeben und Thymian ebenfalls hinzufügen. Mit Weißwein ablöschen und bei geschlossenem Deckel ca. 1 ½ Stunden schmoren lassen.
In einem zweiten Topf das restliche Öl erhitzen. Paprikawürfel darin andünsten, Tomaten zufügen und einige Minuten kräftig einkochen lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Währenddessen Nudeln in Salzwasser al dente kochen. Tomaten-Paprika-Sauce zum Lammfleisch geben und miteinander vermischen. Mit Pappardelle, frischem Thymian und Parmesankäse servieren.

Montag, 7. Mai 2012

Es grünt: Pasta mit Avocadocreme

Neue Woche, neue Pasta! Entdeckt habe ich das Rezept auf dem Blog You eatin’ nice und es dümpelte schon seit ein paar Monaten auf meiner Nachkochliste herum. Hätte ich mal früher gewusst, wie sehr es mich begeistert! Für mich war es auch noch eine Premiere, denn ich habe Avocado noch nie warm gegessen, was sie hier ja zwangsläufig wird, wenn man sie mit den heißen Nudeln vermischt. Suuuperlecker! Die Creme lässt sich locker in der Zeit zubereiten, in der die Nudeln kochen, nebenbei ist ruckzuck der Tisch gedeckt und der Wein entkorkt. Will sagen: Das perfekte schnelle Essen für den Feierabend oder für Spontanbesuche. Aber Vorsicht: Für mich hat dieses Rezept hohes Potenzial zur gefürchteten Pastanarkose, denn die Verlockung zur Überfressung ist riesengroß! 



Hier kommt das Rezept für 2-3 Personen (es gab nur ein paar kleine Anpassungen): 
250 g Pasta (wir haben Linguine genommen) 
1 Knoblauchzehe 
Schale und Saft von ½ Zitrone 
1 EL Olivenöl 
2 kleine weiche Avocados 
1 EL Petersilie Meersalz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer 



Zubereitung:
250 g Pasta in Salzwasser al dente kochen. Währenddessen Knoblauch schälen und in grobe Stücke schneiden. Von der Zitrone mit einem scharfen Messer oder Zestenschneider feine Streifen abschneiden und beiseite legen. Knoblauch mit Zitronensaft und Olivenöl in ein hohes Gefäß geben und mit dem Pürierstab kurz zerkleinern. Avocados schälen und entkernen, zusammen mit der Petersilie und einer Prise Meersalz zur Knoblauch-Mischung geben und alles mit dem Pürierstab zerkleinern. Nudeln abgießen, kalt abschrecken und mit der Avocado-Paste vermischen. Mit Zitronenzesten und frisch gemahlenem Pfeffer bestreut servieren. 



Habt einen guten Wochenstart, bis bald!

Mittwoch, 2. Mai 2012

Die Verrückten sind wieder da: Penne mit Spargelköpfen und Schinken

Vielleicht seht ihr es schon an den Bildern: Wir essen jetzt wieder öfter draußen auf dem Balkon an unserem alten Holztischchen. Unser Balkon ragt in einen schönen Innenhof, der von lauter alten Backsteingemäuern umgeben ist. Allerdings sitzt man dort je nach Wetterlage ein bisschen auf dem Präsentierteller und auch die Fotosessions laufen nicht immer so getarnt ab, wie im Esszimmer. Wenn die Nachbarskinder wie die Orgelpfeifen aufgereiht am Balkongeländer stehen, sehe ich es ihnen an, dass ich ihnen mit meiner Kamera nicht ganz geheuer bin. Ich mache dann gerne zusätzlich komische Geräusche oder stelle mich für eine Minute in die Karate-Position „Der Kranich“. Wenn ich dann wieder hinschaue, verharren sie mit tellergroß aufgerissenen Augen in Schockstarre, bis wir alle anfangen zu lachen. 


  
Jedenfalls hat uns auch der Feiertag gestern schönes Wetter beschert und an so einem Tag muss es einfach ein Lieblingsessen geben. Dieses Rezept ist so einfach wie genial! Der Mann, der auch unsere Küche gebaut hat, macht es immer so und hat es uns weitergegeben. Juhu! Wichtig ist, den Spargel im Sud der Schalen und Enden abzukochen, weil er so noch aromatischer wird. Außerdem schwört er darauf, dass die Sahne angeschlagen wird, auf gar keinen Fall darf sie flüssig dazugegeben werden. Seitdem mache ich das nicht mehr anders und das Rezept hat sich bei uns zu einem absoluten Dauerbrenner in der Spargelzeit gemausert. 



Hier kommt das Rezept für 2 Portionen: 
500 g Spargelköpfe 
250 g Penne 
150 g Kochschinken 
100 ml Sahne 
50 g geriebener Parmesankäse 
Salz, frisch gemahlener schwarzer Pfeffer 
Ggf. mehr Parmesan zum Servieren 

Spargel schälen und ggf. holzige Enden entfernen. Schalen und Enden in einem großen Topf zum Kochen bringen und ca. 20 Minuten kochen lassen. Dann mit einer Lochkelle die Schalen und Enden herausheben (oder über einem Sieb abgießen, den Sud auffangen und wieder zurück in den Topf geben). Spargel in ca. 3 cm lange Stücke schneiden und im Sud gar kochen. 
Einen weiteren Topf aufsetzen und Penne im kochenden Salzwasser al dente kochen. 
Währenddessen Schinken in ca. 1 cm breite und 2 cm lange Streifen schneiden und Sahne anschlagen, sie muss jedoch nicht ganz steif werden. Spargel und Penne abgießen und miteinander zurück in einen Topf geben. Schinken und Sahne vorsichtig unterheben, zum Schluss geriebenen Parmesankäse unterrühren. Mit Salz und reichlich frisch gemahlenem schwarzen Pfeffer würzen und servieren.


Montag, 19. März 2012

Das knallt: Schwarze Tagliatelle mit Gemüse und Safran-Sauce

Hach, was war das für ein Samstag! Sonne satt, frische Frühjahrsluft und Energie für 10. Jetzt ist es endgültig da, mein Frühlingsgefühl. So stark, dass ihm auch der verregnete Sonntag nichts mehr anhaben konnte. Das hat sich natürlich auch gleich auf dem Teller bemerkbar gemacht. Ich hatte noch eine Packung Sepia-Tagliatelle aus dem Feinkostladen im Vorrat, die wir mal geschenkt bekommen haben, denn auf Schwarz kommen Knallfarben doch immer noch am besten zur Geltung (habe ich hier auch schonmal so gemacht). Dazu ein Rest Mangold, knackige Kichererbsen und hauchzarte Karottenscheiben. Was will man mehr? Ach so, ja, ein feines Safran-Sößchen vielleicht. Da isses. Habt einen guten Wochenstart!



Hier kommt das Rezept für 2 Portionen: 
150 g Kichererbsen 
150 g Sepia-Nudeln 
4 Blätter Mangold 
1 Karotte 
1 EL Olivenöl 
1 TL Senfsaat 
100 ml Sahne 
1/2 Döschen Safran 
Salz 
1/2 Bund Petersilie, gehackt 


Achtung: Kichererbsen entweder über Nacht einweichen, dann beträgt die Kochzeit ca. 50 Minuten, oder gleich kochen, dann dauert es 2-3 Stunden. Nach dem Kochen abgießen und gut abtropfen lassen. 
Nudeln in einem großen Topf mit kochendem Salzwasser gar kochen. Abgießen, kalt abschrecken und über einem Sieb abtropfen lassen. Mangold waschen, trocken schütteln und den harten unteren Teil in 5 mm schmale Streifen schneiden, die Blätter in ca. 1 cm breite Streifen schneiden. Die Karotte schälen. Mit dem Sparschäler dünne, lange streifen von der Karotte abschneiden. Öl in einer großen Pfanne erhitzen. Senfsaat darin anbraten, bis sie zu duften beginnt. Mangold und Karottenstreifen dazu geben und mit anbraten. Kichererbsen dazugeben und vorsichtig unterrühren. Mit Sahne ablöschen. Safran einrühren und mit Salz abschmecken (ich habe die Milch zuerst umständlich in einem Extra-Töpfchen erhitzt, um den Safran darin aufzulösen, das hat sich als unnötig herausgestellt, wird auch gleich in der Pfanne so richtig schön gelb). Zum Schluss die Nudeln unterheben. Mit gehackter Petersilie bestreut servieren.



Apropos Knallfarben: Vorletztes Wochenende habe ich mir bei COS eine orangefarbene Strickjacke gekauft, mit der ich zukünftig als Leuchtboje durch den tristen Kleinstadtdschungel laufen werde. Dagegen ist die Farbe der Karotten in den Nudeln ein Witz, echt. ;-) 

Freitag, 9. März 2012

Zelte im Topf: Manti - türkische Teigtaschen

Selbst gemachte gefüllte Pasta ist die Wucht, das steht fest! Aber, auch das ist sicher: Mit Zeitdruck und Hektik, so wie ich sie gerade habe, lassen sich weder Tortellini noch Ravioli besonders gut formen. Manti übrigens auch nicht. Deswegen sind meine anatolischen Teigtäschchen hier fernab von Perfektion und erinnern eher an unser Zeltlager auf dem Campingplatz kurz nach dem Abi. Mit einer Horde bekiffter Surfer. 
Aber ich mag es ja auch ganz gerne, wenn nicht alles wie aus dem Lehrbuch aussieht, und umschreibe Zeitdruck und mangelnde Fingerfertigkeit außerdem einfach mit „rustikal“. Und rustikale Teigtäschchen sind doch auch irgendwie viel schöner als genormte Supermodels, stimmt´s? 
Ich wünsche Euch ein schönes, gemütliches Wochenende!


Hier kommt das Rezept für 2 Personen: 
Für den Teig: 
200 g Mehl 
1/2 TL Salz 
1 kleines Ei 
knapp 65 ml Wasser 
Mehl für die Arbeitsplatte 

Für die Füllung: 
70 g Rinderhackfleisch, 
½ Zwiebel 
1 Handvoll glatte Petersilie, 
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer 
1/2 TL Paprikapulver 
1/4 TL gemahlener Kreuzkümmel 
1 geh. TL Sumach 

Für die Joghurtsauce: 
150 g türkischer oder griechischer Joghurt 
50 g normaler Joghurt 
1 Knoblauchzehe 
Salz 

Zum Anrichten: 
1 EL Butter 
Paprikapulver zum Bestreuen 
3 Stengel Minze, Blätter fein gehackt 


Mehl in eine Schüssel sieben. Salz, Ei und Wasser untermischen und zu einem Teig verkneten. Zunächst ist der Teig recht hart, er wird aber später freundlicher. ;-) Mit Frischhaltefolie abdecken und 20 Minuten ruhen lassen. 
Für die Füllung das Hackfleisch in eine Schüssel geben. Die Zwiebel schälen und auf einer feinen Reibe dazureiben. Die Petersilie waschen, trocken schütteln und fein hacken. Mit etwas Pfeffer, Paprikapulver, Kreuzkümmel, Sumach und einer guten Prise Salz überstreuen und alles gut verkneten. 
Den Teig in zwei Hälften teilen. Die erste Hälfte auf einer bemehlten Arbeitsfläche so dünn wie möglich ausrollen. In ca. 4 cm große Quadrate schneiden und auf jedes Quadrat 1/2 TL Füllung setzen. Jeweils die gegenüberliegenden Ecken des Quadrats über die Füllung klappen und gut zusammendrücken, dann die Ränder auch zusammendrücken, so dass kleine „Zelte“ entstehen. 
Griechischen und normalen Joghurt in eine Schüssel geben. Den Knoblauch schälen, sehr fein hacken und dazu geben (ich habe ihn durch die Presse gedrückt). Salzen und alles gut verrühren, damit der Joghurt schön cremig wird. 
Wasser in einem großen Topf aufkochen lassen, salzen und die Manti bei mittlerer Hitze ohne Deckel 5 Minuten köcheln lassen, in ein Sieb gießen und abtropfen lassen. Butter in großen Pfanne erhitzen und die gut abgetropften Manti darin schwenken und ein bisschen Farbe nehmen lassen. Anrichten und auf jede Portion etwas Joghurtsauce geben. Mit gehackter Minze und Paprikapulver bestreut servieren. Die restliche Joghurtsauce in ein Schälchen füllen und dazu reichen. 




Manti haben ihren Ursprung in der türkischen Küche, sind aber mittlerweile auch in Russland und weiten Teilen Asiens verbreitet. Ich habe sie neulich beim Stöbern im Internet entdeckt und sie haben mir auf Anhieb gefallen. Das Rezept ist zusammengewürfelt, ihr könnt je nach Geschmack mit den Gewürzen variieren. Sie lassen sich auch gut einfrieren, das habe ich mit dem Rest gemacht. 



Übrigens: Die Rezeptstrecke, die ich zusammen mit der BRIGITTE-Redaktion produziert habe, erscheint in der Ausgabe am 3. April! Hach, wat bin ich aufgeregt!! :-)

Montag, 17. Oktober 2011

Back home: Lasagne mit Wirsing und Hackfleisch

Für ein paar Tage waren wir tiiief im Bayerischen Wald zu Gast und eines Morgens bot sich uns dieses Bild:


Schockschwerenot! Schnee! Der erste, den ich dieses Jahr zu Gesicht bekam. Sssssrrrrrrrt - Rollo wieder runter. So schön die weiß bedeckten Baumwipfel und Bergspitzen auch anzusehen sind, ich bin froh, dass wir weiter unten im Tal noch von der weißen Pracht verschont wurden. Ein bisschen möchte man den goldenen Herbst ja noch genießen. Das haben wir auch in vollen Zügen, wir waren viel an der frischen Luft und haben bei einer Wanderung rund um den Osser, auf steilen, steinigen Waldwegen bergauf, vorbei an einem Gespensterschloss und einem Wallfahrtskapellchen, einmal mehr der Erfindung des GPS gehuldigt, ohne dessen Hilfe wir uns wahrscheinlich irgendwann in Tschechien wiedergefunden hätten. 


Eine liebe Miturlauberin hat nebenbei einen Fliegenpilz entdeckt. Ich habe zuvor noch nie einen "in echt" gesehen und war ganz angetan von diesem schönen aber monströsen Exemplar mit einem Durchmesser von ungefähr 20 Zentimetern. Schon irgendwie märchenhaft, oder?  Übrigens war das Essen von Fliegenpilzen in und um Hamburg angeblich früher weit verbreitet, die Giftstoffe sind nämlich wasserlöslich und nach deren Entfernung soll keine Gefahr mehr bestehen. Aber wann weiß man, dass tatsächlich alle Giftstoffe weg sind? Ähm, kommen gar meinen Hamburger Lesern die Erinnerungen an gemeinsame Essen mit ihren Großeltern jetzt im Nachhinein vielleicht ein bisschen "verspult" vor? Oh oh ... Lassen wir besser die Finger davon. :-)
Wieder zuhause (nach einer nicht enden wollenden Fahrt mit Umleitungen und Staus en masse) war es mir nach deftiger, wärmender Küche – und was eignet sich da besser, als ein Ofengericht. Weil ich Wirsing in der kalten Jahreszeit liebe, habe ich, sobald er verfügbar ist, fast immer einen kleinen Kopf zuhause liegen. Glück für mich!


Hier kommt das Rezept für 2-3 Portionen:
1 kleiner Kopf Wirsing
1 Zwiebel 
1 Knoblauchzehe
2 EL Olivenöl
400 g Rinderhackfleisch
Salz, Pfeffer
600 ml Rinderbrühe
200 g Sahne
1 TL getr. Oregano
9 Lasagneblätter
100 g frisch geriebener Gouda oder Emmentaler
Ein paar Stängel Petersilie, fein gehackt, zum Garnieren

Vom Wirsing den Strunk und die dicken Blattrippen entfernen. Blätter waschen, gut abtropfen lassen und in grobe Streifen schneiden. Zwiebel und Knoblauch schälen und fein würfeln. 
In einer großen Pfanne 1 EL Olivenöl erhitzen, Zwiebeln und Knoblauch darin andünsten. Hackfleisch dazugeben und anbraten, dabei mit dem Kochlöffel zerkleinern, dass es krümelig wird. Hackfleisch aus der Pfanne nehmen und beiseite stellen. 1 EL Olivenöl in die Pfanne geben und Wirsing darin ca. 5 Minuten anbraten, bis er zusammenfällt. Brühe, Sahne und Oregano unterrühren, kräftig mit Salz und Pfeffer abschmecken und zugedeckt ca. 5 Minuten weiter dünsten. Hackfleisch dazugeben und ggf. nochmals abschmecken. 
Den Backofen auf 180°C vorheizen. Ca. zwei Esslöffel von der Sahne-Brühe von der Wirsing-Hackmischung auf dem Boden einer Auflaufform verteilen und darauf die ersten drei Lasagneplatten nebeneinander legen. 1/3 der Wirsing-Hackmasse mit Sahne-Brühe darauf verteilen und wieder mit 3 Lasagneblättern belegen. So weiter verfahren, bis alles Zutaten aufgebraucht sind, dabei mit Wirsing-Hackmasse abschließen. Die Lasagne mit geriebenem Käse bestreuen und im vorgeheizten Ofen ca. 30-40 Minuten backen, bis der Käse goldgelb zerlaufen ist. Herausnehmen und ein paar Minuten in der Form abkühlen lassen. Dann portionieren und mit Petersilie bestreut servieren. 



Donnerstag, 14. April 2011

Goodmoodfood: Spirelli mit grünem Spargel und getrockneten Tomaten

Wenn manche Tage einfach ein bisschen doof sind, tröstet man sich doch oft mit dem Gedanken an den netten Kühlschrankinhalt. So ist das bei mir zumindest. Neulich habe ich mir morgens beim Aufhübschen vor lauter Hektik nur ein Auge getuscht und musste den ganzen Tag mit lasziv ins Gesicht hängenden Haaren herumsitzen, damit es niemand bemerkt. "Die Tussi hat Probleme!" denkt jetzt sicher der ein oder andere, aber so manche Damen, die nicht mit Bambi-artigen Büschelwimpern gesegnet sind, werden mitfühlend mit dem Kopf nicken. Jedenfalls verpasst man nach so einem Start in den Tag dann ja auch gerne noch die Bahn, verschüttet Kaffee über´s weiße Hemd oder rennt mit offenem Hosenladen in die Personalabteilung. Hach ja... Umso schöner, wenn zuhause dann ein ganzer Teller voll mit lauter Lieblingszutaten wartet! Dieses Rezept ist eine Abwandlung von einem unserer liebsten Spargelrezepte mit Penne, Schinken und weißem Spargel, das ich euch unbedingt auch noch irgendwann vorstellen möchte. Mit grünem Spargel, Speck und getrockneten Tomaten ist es aber noch ein bisschen deftiger und genau das richtige, um nach einem anstrengenden (oder blamablen) Tag noch ein paar Lebensgeister für den Abend zu motivieren. 


Hier kommt das Rezept für 2 Portionen:
500 g grüner Spargel
250 g Spirelli (ich habe Vollkorn-Spirelli genommen, es passen aber auch andere Nudeln)
100 ml Sahne
30 g geriebener Parmesan und Parmesan zum servieren
30 g Speckwürfel
6 getrocknete, in Öl eingelegte Tomaten, abgetropft und in grobe Streifen geschnitten
Salz, Pfeffer

Einen großen Topf mit Wasser zum Kochen bringen. Vom grünen Spargel nur das untere Drittel schälen und die holzigen Enden entfernen (grüner Spargel hat eine viel weichere Schale als der weiße!). Spargelstangen in ca. 3 cm lange Stücke schneiden. Schale und Enden ins kochende Wasser geben und ca. 10 Minuten kochen. Mit einer Lochkelle herausnehmen und entsorgen. Spargelstücke im Spargelsud ca. 5 Minuten blanchieren. Abgießen, kalt abschrecken und beiseite stellen. Erneut Wasser in einem Topf zum Kochen bringen und Spirelli mit etwas Salz nach Packungsanweisung zubereiten. Währenddessen in einer Schüssel Sahne steif schlagen und mit Parmesankäse verrühren. 1 EL Olivenöl in einem Topf erhitzen und Speckwürfel darin anbraten, getrocknete Tomatenstreifen und Spargelstücke dazugeben und 3 Minuten mitbraten. Spirelli abgießen, kurz abtropfen lassen und sofort in die Pfanne mit den Spargelstücken geben und mit der Sahne übergießen. Alles gut verrühren und mit reichlich Salz und Pfeffer abschmecken. Mit Parmesankäse bestreut servieren. 


Übrigens: Die Sahne sieht man kaum, weil sie von den anderen Zutaten fast vollständig aufgesaugt wird. Das wird so richtig schön sämig und schlonzig und gibt ein 1a-Mundgefühl. Gut schmeckt dieses Gericht aber auch, wenn man die Sahne weglässt und einfach noch einen ordentlichen Schuss Olivenöl dazugibt. 

Sonntag, 9. Januar 2011

Schicker Schimmel: Möhrenspaghetti mit Gorgonzola

"Äh, sorry, aber dein Essen schimmelt!" Davon war ich als Zehnjährige noch felsenfest überzeugt und vor allem war ich schockiert, wenn sich jemand beim Italiener eine Ladung Penne al Gorgonzola bestellt hat. Stimmt ja eigentlich auch, das schimmelt sogar ganz gewaltig. Aber wie der versierte Esser weiß: Das macht gar nichts! Es handelt sich nämlich um den Edelschimmel "Penicillium Roqueforti" (das heißt wirklich so!), nach Roquefort, dem französischen Schimmelkäse No 1 benannt. Die Edelschimmelkultur wird dem Käse in flüssiger Form zugefügt, dann wird der Käse mit einer Nadel etwas durchstochert, damit Luft den Verschimmelungsprozess beschleunigen kann. Gut für´s "G'schmäckle", wie man in meiner Heimat Südbaden sagt, denn dadurch wird mein Gorgonzola hier so richtig schön deftig und bekommt seinen typischen Geschmack. Außerdem können alle Laktoseintoleranten aufatmen, bei Gorgonzola gibt es grünes Licht, obwohl er ein Weichkäse ist, noch dazu aus Kuhmilch. Denn beim Reifungsprozess der Schimmelpilze wird die Laktose zerstört, also ist der Käse auch für empfindliche Mägen geeignet. Zum Thema Laktoseintoleranz gab es vor ein paar Wochen bei Nutriculinary übrigens schon eine ziemlich lustige Entdeckung
Nachdem ich letztes Mal meinen Gorgonzola schon mit knallig-orangefarbenem Kürbis und einem feinen Risotto zubereitet habe, folgen heute knallig-orangefarbene Möhren und bringen ein bisschen Licht ins graue Januarwetter.

Hier kommt das Rezept für 2 Portionen:

250 g Spaghetti
200 g Gorgonzola
4 lange Möhren
2 Frühlingszwiebeln
1 EL Ölivenöl
50 ml Sahne
1 Eigelb
Salz, Pfeffer

Spaghetti nach Packungsangabe al dente kochen. Gorgonzola entrinden und in grobe Stücke schneiden. Möhren schälen und dann mit einem Sparschäler der Länge nach dünne Streifen abschneiden. Frühlingszwiebeln putzen und in Ringe schneiden. In einer großen Pfanne das Olivenöl erhitzen und die Frühlingszwiebeln mit den Möhrenstreifen 5 Minuten anbraten. Mit Salz und Pfeffer würzen. Eigelb und Sahne gut verquirlen. Spaghetti abgießen, kurz abtropfen lassen und in die heiße Panne zu den Frühlingszwiebeln und Möhren geben. Sahnegemisch darübergeben und gut verrühren. Gorgonzola unterheben, mit Salz und Peffer abschmecken und servieren. 

Und last but not least: Ich freue mich, denn Alex von Alle Kochen hat mir den-Award verliehen. Vielen Dank dafür! Als Regel gilt: "Das Ziel dieser Aktion ist, dass wir unbekannte, gute Blogs ans Licht bringen, deswegen würde ich euch bitten, keine Blogs zu posten, die sowieso schon 3000 Leser haben, sondern talentierte Anfänger und Leute, die zwar schon eine Weile bloggen, aber immer noch nicht so bekannt sind." Ich möchte den Award gerne an Marina und ihren hübschen Blog Chocolat Bleu weiterreichen. Bei ihr gibt es neben ansprechenden Fotografien viele süße Rezepte für alle Zuckerschnuten dieser Welt.

Donnerstag, 9. Dezember 2010

Light my fire: Spaghetti auf Zwiebel-Honig-Chili-Sugo

Na, heute schon Schnee geschippt? Ich schon, und ich kann nur sagen: Leute, ist das kalt da draußen! Jetzt ist so richtig Winter, wie es sich gehört. 20 Zentimeter Neuschnee über Nacht, eisige Füße, tropfende Nasen, beschlagene Fenster in der U-Bahn und der stetige Wunsch nach einheizenden Getränken und Speisen. Und ich freue mich wie eine Schneekönigin und habe endlich einmal wieder Hoffnung auf weiße Weihnachten! Meint ihr das wird was? Ich kann mich gar nicht mehr daran erinnern, wann wir das letzte Mal um den Weihnachtsbaum saßen, als draußen alles weiß war. Fühlt sich an als wären es Ewigkeiten! Hach je, bevor ich jetzt quasi sentimental werde, kommt schnell etwas, das zwangsweise warme Gedanken beschert: Wirklich feurig scharfe Spaghetti! 

Zutaten für 6 (2) Portionen (in Klammer meine Abweichungen vom Original):

500 g Spaghetti (300 g)
4 Zwiebeln (2)
1 Tomate (3)
1 Bund Basilikum
2 Knoblauchzehen
2 EL Honig (3)
1 kleine Chilischote, fein gehackt (eine große rote Chilischote, fein gehackt)
Salz, Pfeffer
etwas Olivenöl und Butter
Kerbel zum Garnieren (Basilikum)

Für das Sugo die Tomaten blanchieren, die Haut abziehen, Saft und Kerne herausnehmen und aufheben. Aus dem Fruchtfleisch Würfel schneiden. Die Kerne und den Saft pürieren. Zwiebeln und Knoblauch fein hacken und in Olivenöl anschwitzen, mit dem Tomatensaft ablöschen und mit Salz, Pfeffer, Honig sowie der Chilischote abschmecken. Die Tomaten und das gehackte Basilikum kurz mitschwenken. Die Spaghetti im Salzwasser bissfest kochen und in Olivenöl und etwas Butter schwenken. Die Spaghetti auf Teller verteilen und mit dem Sugo umgießen. Mit frischem Kerbel ausgarnieren (das habe ich vergessen). 

Das Ganze sieht zwar eher unspektakulär aus, die Kombi Honig und Chili (die ich wohl vom Grillen, aber nicht in Verbindung mit Pasta kannte) hat es allerdings ganz schön in sich und hat mir sehr gut geschmeckt! Ich mag es ja gerne scharf und habe das Feuer dann quasi mit Wein gelöscht, wer empfindlicher ist sollte eine milde Chilisorte wählen, denn der Honig rundet das Gericht zwar fein ab, nimmt die Schärfe jedoch nicht im Geringsten. Das Rezept stammt aus dem Buch Austro Pasta, das mir der Loewenzahn Verlag freundlicherweise hat zukommen lassen.

Sonntag, 28. November 2010

Auftakt zur Geschenkeproduktion: Spinatnudel-Tannenbäumchen

Mit Nudeln in Motiv-Form hat der ein oder andere bestimmt schon seine Erfahrungen gemacht. Sowohl gute, als vielleicht auch schlechte. Zu den guten gehören bei mir definitiv die Abende mit einem Teller Buchstabensuppe, aus der ich nacheinander die Namen meiner Lieblingspferde gefischt habe. Zu den schlechten gehören die Totenstille und entsetzten Blicke der versammelten Gäste, als ich einer erzkonservativen Klassenkameradin zum 15. Geburtstag eine Packung bunte Nudeln in Form des männlichen Gemächts überreichte. Ein Moment, in dem die Zeit still steht, ganz großes Kino! Heute stehe ich derartigen Formeskapaden eher skeptisch gegenüber und würde wahrscheinlich schreiend das Weite suchen, wenn mein Liebster mich bei einem Menu mit Kerzenschein und einem Teller Nudeln in Bärchen-Form überrascht. Aber kleine Tannenbäumchen sind nunmal weder Bärchen noch phallische Symbole. Und ein bisschen Kitsch muss in der Adventszeit doch sein, oder?





Hier kommt das Rezept für 2 kleine Tüten getrocknete Nudeln:
200 g Mehl
2 Eier
2 EL Öl
50 g Blattspinat, fein püriert
Salz
Mehl zum Ausrollen des Teiges

Alle Zutaten rasch zu einem glatten Teig verkneten und in Folie gewickelt ca. 30 Minuten ruhen lassen. Eine Arbeitsfläche mit Mehl bestäuben und den Teig darauf portionsweise 1-2 mm dünn ausrollen. Mit einem Plätzchenausstecher kleine Tannenbäumchen ausstechen und auf Backpapier 2 Tage bei Zimmertemperatur trocknen lassen. Die Garzeit für die getrockneten Nudeln beträgt ca. 8 Minuten.


Die Bäumchen lassen sich hübsch in kleinen Tüten verpacken und sind mit einem Glas selbst gemachtem Pesto ein 1a-Geschenkchen für Pasta-Fans.