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Montag, 13. Oktober 2014

Vegetarische Moussaka: Fetakäse, Fetakäse, FE-TA-KÄ-SE!

Mindestens einmal pro Monat gehen wir zu unserem Lieblingsgriechen, um - man kann es nicht anders sagen - der Völlerei zu frönen. Was wir anders machen als alle anderen und was ich euch zumindest in griechischen Restaurants nur wärmstens ans Herz legen kann: Niemals bestellen wir ein Hauptgericht. Immer nur griechische Vorspeisen. Wegen dem Genuss und dem „gemütlichen herumpicken“. Und niemals sitzen wir uns gegenüber. Immer nebeneinander. Wegen der Liebe.
Und nicht, dass ihr denkt, nur Vorspeisen zu essen wäre doch irgendwie spartanisch! Mit diesem Aspekt griechischer Kultur haben wir was Essen betrifft bitteschön nichts zu tun, im Gegenteil: Gegrillte Pepperoni, Dolmades, Riesenbohnen mit Tomaten und Fetakäse, gebackener Fetakäse, gegrillter Fetakäse, Miesmuscheln mit Chili und Fetakäse (heaven on a plate! omg! lecker!!!), knusprige Bratkartoffelchips, Tsatsiki, Krautsalat, kleine feine Lammkoteletts, ein Putenspießchen, ein kleines Häufchen Gyros, gebackene Auberginen mit Fetakäse, gegrillter Oktopus, Oliven und schmatzig-weiches Weißbrot, das alles steht auf kleinen Tellerchen zu einem Meer von Leckereien vereint vor unserer Nase. Und dazu ein kleines Fläschchen Pilavas, unser Lieblingsouzo, griechischer Landwein und Bier.



Nun mag ich griechisches Essen ohnehin schon wahnsinnig gerne, weil man ja in kaum einem anderen Land SO un-effin-glaublich viel FETAKÄSE verdrückt. Kaum zu glauben, dass ich als lebendes Mahnmal des allmächtigen Fetakäsefans noch nie dort war und noch viel weniger, dass ich noch nicht einmal DAS griechische Nationalgericht schlechthin gegessen habe: Moussaka. Zwar ist da normalerweise gar kein Fetakäse drin, aber glücklicherweise kann man ja kochen, was man möchte, also kommt hier eine wunderbar feine Variante, nämlich eine vegetarische Moussaka mit viiiiel Fetakäse und cremigem Kartoffelpüree statt schnöden Kartoffelscheiben.



Hier kommt das Rezept für die vegetarische Moussaka für 2-3 Personen:
3 Kartoffeln
Salz
1 Eigelb
1 Aubergine
Olivenöl
1/2 Chilischote

1 kleine Konlauchzehe
2 große Tomaten
Pfeffer
2 Stengel Rosmarin
150 g Fetakäse

 
Kartoffeln schälen und in gesalzenem Wasser weich kochen. Abgießen, ausdampfen lassen und durch eine Kartoffelpresse drücken. Mit Eigelb vermengen und mit Salz abschmecken.

Backofen auf 200 Grad vorheizen. Auberginen in Scheiben schneiden. Einen guten Schuss Olivenöl in einer Pfanne erhitzen, Chilischote darin anbraten, Auberginenscheiben hinzugeben und braten, bis sie leicht bräunen und gar sind, kurz vor Ende Knoblauch fein hacken und noch kurz mitbraten, aufpassen, dass er nicht verbrennt. Tomaten in Scheiben schneiden und leicht salzen und pfeffern.

Die Hälfte vom Kartoffelpüree in einer Auflaufform verstreichen. Eine Schicht bzw. die Hälfte der Auberginen darüber geben, darüber die Hälfte der Tomatenscheiben, dann die Hälfte vom Schafskäse darüberbröckeln. Dann mit der jeweils zweiten Hälfte das ganze noch einmal wiederholen und mit Schafskäse abschließen. Rosmarinstängel dazugeben und noch einmal pfeffern. Im vorgeheizten Backofen 30 Minuten überbacken.




Wenn ihr mal in Darmstadt seid und Lust auf griechisches Essen habt, könnt ihr ja mal beim Poseidon vorbeischauen. Lasst euch von der etwas, äh … „schlichten“ Homepage nicht abschrecken, sagt einfach ihr möchtet gerne in etwa so essen, wie die zwei Freaks, die immer nur Vorspeisen bestellen und dazu so viel trinken. Am besten schreibt ihr mir vorher ne Mail, wir kommen immer gerne mit. ;-)

Montag, 19. August 2013

Überbackene Riesen-Zucchini mit Auberginen und Kirschtomaten: Eliminierungsauftakt

Ich wusste, ich kann mich auf euch verlassen! Mit euren vielen tollen Vorschlägen für Zucchini-Rezepte ging es unserem „Mitbewohner“ nun endlich an den Kragen, wir wollen unsere Wohnung ja schließlich auch mal wieder für uns alleine haben und nicht jeden Tag die riesenhafte Zucchini-Keule aus dem letzten Beitrag von Pontius zu Pilatus schleppen, nur weil sie nirgendwo so richtig Platz hat. Beginnen möchte ich mit einem Rezept, das mir sowohl Micha von Grain de Sel als auch eine liebe unbekannte Leserin (oder ein Leser?) vorgeschlagen haben: Die wundersamen gebackenen Zucchinikeulen von Robert, hier im Originalrezept. 
Weil ich auch noch eine halbe Aubergine und ein paar sowieso schon dezent angeschrumpelte Kirschtomaten da hatte, habe ich ein bisschen variiert und eine Art Zucchini-Auflauf gemacht. Heraus gekommen ist ein schnelles, feines und vegetarisches Wohlfühlabendessen, das – ob mit oder ohne Variante – auf jeden Fall ins Zucchini-Rezepte-Repertoire mit aufgenommen wird. Danke euch! 

Überbackene Zucchini mit Auberginen und Kirschtomaten


Hier kommt das Rezept für eine Person für eine Auflaufform von etwa 20x30 cm (hab gerade sturmfreie Bude und muss die Riesen-Zucchini in Etappen essen ;-)): 

10 Scheiben Riesen-Zucchini, etwa 3 mm dick (wenn sie innen zu holzig sind, Kerne rausschneiden) 
½ Aubergine, in 1 mm dünne Scheiben geschnitten (sie brauchen ein wenig länger als die Zucchini, deswegen machen wir sie dünner) 
eine Handvoll Kirschtomaten 
1 Knoblauchzehe, fein gehackt 
Salz, Pfeffer 
2 EL Sahne 
Oregano 
Parmesankäse 

Backofen auf 230 Grad vorheizen. 
Zucchinischeiben mit Auberginenscheiben überlappend in die Auflaufform schichten. Kirschtomaten und Knoblauch darüber verteilen. Kräftig salzen und pfeffern. Sahne darüber träufeln und mit Oregano und fein geriebenem Parmesankäse bestreuen.
Im vorgeheizten Backofen auf der mittleren Schiene überbacken, bis der Käse und das Gemüse leicht gebräunt sind (waren bei mir ca. 15 Minuten).

Überbackene Zucchini


Die Riesen-Zucchini war entgegen meiner Befürchtungen übrigens überhaupt nicht bitter, Glück gehabt! Und das war natürlich erst der Gipfel des Eisbergs (bei knapp 3 Kilo Zucchini all in one quasi kaum zu sehen, dass da was fehlt), ich habe mir aber schon ein paar Rezepte von euch ausgesucht, die ich unbedingt noch ausprobieren möchte.

Überbackene Zucchinikeulen

Ich wünsche euch einen schönen Wochenstart, bis nächstes Mal!



Sonntag, 6. Januar 2013

Ein Hoch auf Weihnachtsgeschenke: Auberginen-Carpaccio

Tschüss Weihnachten, bis nächstes Mal! Auch, wenn für manche die Weihnachtszeit bis zu Maria Lichtmess am 2. Februar andauert, bei mir ist heute mit dem Einmarsch der Heiligen Drei Könige Schluss, sämtliche weihnachtlichen Überbleibsel werden aus der Wohnung verbannt, die letzten Plätzchen zum Teegebäck deklariert und ich warte ab jetzt auf den Frühling. Woran man sich allerdings auch über die Weihnachtszeit hinaus noch erfreut, sind Weihnachtsgeschenke. Auch, wenn wir alle wissen, dass wir uns nichts schenken müssten und es keiner erwartet, ist die Bescherung doch jedes Jahr wieder mit das Lustigste am Abend. Den Geschenke-Vogel hat in diesem Jahr meine Cousine abgeschossen, indem sie unserer 90-jährigen Omi ein Präsent überreichte, das diese in Zukunft zur Queen of the Road machen wird: Eine Rollator-Klingel! Wir haben hyperventiliert vor Lachen. Ungefähr 15 Minuten lang. Und in den Augen meiner Oma blitzte das Abenteuer. Ansonsten gab es unter anderem für Mami eine Blechgießkanne in Hundeform, die den Hund (mittlerweile auf eine stattliche fast-Katzengröße herangewachsen) zu erbitterten Revierkämpfen verleitete, und ich darf endlich ins Mekka der Pferdemädchen. 
Äußerst praktisch ist es natürlich auch, wenn man selbst Geschenke verschenkt, die rein zufällig den eigenen Geschmack ganz vorzüglich treffen. Messer und Kochbücher zum Beispiel. Was, iiich? Unter den Nagel reißen ...? Ähm ... 
Jedenfalls habe ich beim Blättern in Tim Mälzers "Greenbox" ein Rezept entdeckt, das ich unbedingt sofort ausprobieren wollte. Ich liebe klassisches Carpaccio und ab jetzt auch diese vegetarische Variante.


Hie kommt das Rezept für 2 Personen: 
1 Aubergine 
3 EL Olivenöl 
2 EL Pinienkerne 
Saft von ¼ Zitrone 
Salz, Pfeffer 
1 kl. Handvoll Rucola 
ca. 20 g Parmesan in hauchdünnen Scheiben 

Aubergine mit einer Gabel rundum einstechen und in einem Topf mit kochendem Salzwasser etwa 5 Minuten garen. Dabei mit einem weiteren Topf beschweren, damit die Aubergine nicht an der Oberfläche schwimmt. Abgießen und gut abtropfen lassen. Noch warm in eine mit 1 EL Oliveöl bepinselte Klarsichtfolie einwickeln und für ca. ½ Stunde ins Gefrierfach legen. Pinienkerne in einer Pfanne ohne Fett anrösten, herausnehmen und beiseite stellen. Die gefrorene Aubergine in sehr dünne Scheiben schneiden und auf Tellern anrichten, mit Zitronensaft und restlichem Olivenöl beträufeln ud mit Salz und Pfeffer würzen. Rucola, Parmesan und Pinienkerne darauf verteilen und servieren.


Das Carpaccio hat fein geschmeckt und ich bin nach wie vor ganz begeistert von dieser Idee - es sieht nämlich dazu noch fantastisch aus und macht als Vorspeise für Gäste schön was her, bei quasi keinem Aufwand. Das Rezept habe ich für uns mengenmäßig leicht angepasst und ein paar Pinienkerne dazugedichtet. Tim Mälzer empfiehlt Tiger-Auberginen, die sind dann das nächste Mal fällig. 

Montag, 4. Juni 2012

Wie alles begann und ein Ruckzuck-Couscous-Salat mit Gemüse

Mein Blog hat viele Namen, das sagt zumindest der Blick auf die Suchanfragen: Kitchen Blog, Kitsch Block, New Kitchen Blog, Kitch the Blog, Kittchen Blog und so weiter und so fort. Nachdem ich vor ein paar Wochen in Freiburg mit einer Bekannten meiner Mutter über „diesen endlos langen Namen von diesem Internetkochdings da“ geredet habe und sie mich mit einem „hä, neue Küch’ aufm Block, was isch denn des?“ und „wie wärs mit Chrissis Rezepte?“ gänzlich verunsichert hat, kommt heute eine kleine Namensentstehungsgeschichte. 

Es gab da in den 80ern mal so eine Band. Quasi die Vorreiter aller Boybands: New Kids on the Block. Als Grundschülerin war ich im Nullkommanichts in eines der Bandmitglieder verliebt, und zwar inbrünstig. Dabei schlug mein Herz nicht für den Bandschönling, auf den dafür alle meine Klassenkameradinnen abfuhren, sondern für den Außenseiter, den Bad Boy, der durch wilde Eskapaden auf sich aufmerksam machte. Aber gut: das, was ein bisschen anders ist als der Rest, hat mich offenbar schon immer gereizt. 
So kam es, dass ich ein überlebensgroßes Poster meines Schwarms im Zimmer hängen hatte, quasi ein zwei Meter großes Gesicht, zusammengeklebt aus 4 Wochen BRAVO-Poster-Special. Natürlich hing es in einer günstigen Position, so dass ich aus meinem Bett direkt darauf schauen konnte – was ich vor dem Einschlafen auch jeden Abend tat. Ungefähr 2-3 Stunden lang. Ohne zu blinzeln. Und ich knutschte. Das Poster. Mit Zunge.
An einem Prosecco-getränkten Abend vor etwas weniger als drei Jahren habe ich mich mit meinen Mädels ausgiebig über Jugendsünden unterhalten und ich habe mich schlichtweg bei der Beichte über meinen im Nachhinein unsäglichen Musikgeschmack im Grundschulalter versprochen. Daraus entstand ein kleines Wortspiel und *ta-daah*, schon waren wir von New Kids on the Block bei New Kitch on the Blog gelandet. Weil mir schlichtweg nichts Besseres einfiel, heißt die ganze Kiste hier jetzt so. Und ihr müsst euch so einen langen Namen merken. Aber letztendlich zu meiner Verteidigung: Mein Musikgeschmack hat sich glücklicherweise maßgeblich geändert. Step by Step ... uuuuhh Baby! ;-)


Im Moment koche ich zeitbedingt nicht so viel wie sonst, dafür gehen wir oft essen, was auch ganz schön ist. Zuhause gibt es dann meist nur Kleinigkeiten und weil ich jetzt schon wieder so viel geredet habe, kommt hier ein schnelles Rezept für einen feinen Couscous-Salat. Couscous-Salat mag ich in fast allen Variationen und seit ich diese traumhafte Version bei Micha von Grain de sel entdeckt habe (die übrigens in den nächsten Tagen aber so was von fällig ist), bin ich quasi wieder neu angefixt. Mein bisher bewährtestes Rezept gibt es hier, das heutige ist einfach ein bisschen abgewandelt. 



Hier kommt das Rezept für 2 Portionen: 
125 g Couscous 
etwas Salz 
4 EL Olivenöl 
½ Aubergine, in kleine Würfel geschnitten 
1 rote Paprika, in kleine Würfel geschnitten 
2 Frühlingszwiebeln, in feine Ringe geschnitten 
1 kleine Handvoll Kirschtomaten, evtl. halbiert 
½ Bund Petersilie, fein gehackt 
Salz, Pfeffer zum Abschmecken 

200 ml Wasser mit etwas Salz zum Kochen bringen. Couscous hinzugeben, kurz aufkochen, dann beiseite stellen und ausquellen und abkühlen lassen. 
2 EL Öl in einer beschichteten Pfanne erhitzen. Auberginen- und Paprikawürfel darin anbraten. Beiseite stellen und leicht abkühlen lassen. 
In einer großen Schale Couscous, Gemüse, Frühlingszwiebeln und Kirschtomaten mit dem verbleibenden Olivenöl und der Petersilie vermischen. Mit Salz und Pfeffer kräftig abschmecken.



Habt eine tolle Woche!

Samstag, 19. Mai 2012

Da war doch was: Focaccia mit getrockneten Tomaten, Gemüse und Serranoschinken

Heute gibt es nicht viele Worte, dafür endlich das angekündigte Rezept für meine neue Lieblings-Focaccia. Ich schwöre ja mittlerweile auf ein bisschen Buttermilch im Hefeteig für Flammkuchen, so habe ich es auch bei dieser Focaccia einfach ausprobiert. Das Ergebnis war außen knusprig, innen fluffig und auch am nächsten Tag kurz aufgebacken noch sehr lecker! Darauf wurde verteilt, was der Kühlschrank gerade hergegeben hat. 





Hier kommt das Rezept für 4 Portionen:
1 kleine Kartoffel (ca. 75 g) 
10 g frische Hefe 
1 EL lauwarme Milch 
1 EL Buttermilch 
½ TL brauner Zucker 
160 g Mehl 
75 ml Mineralwasser 
25 ml Buttermilch 
1 EL grob gehackte Thymianblättchen 
½ TL Salz 
1 EL Olivenöl 

Belag: 
Etwas Olivenöl zum Bestreichen 
½ kleine Zucchini 
½ kleine Aubergine 
6 getrocknete Tomaten, in Öl eingelegt 
1 rote Chilischote 
Ein paar Zweige Thymian 
Flor de Sel, frisch gemahlener schwarzer Pfeffer 
Außerdem: 
4 Scheiben Serranoschinken, leicht zerrupft



Kartoffel ca. 30 Minuten weich kochen. Abgießen, kalt abschrecken und pellen. Durch die Kartoffelpresse drücken und in einer Schale beiseite stellen. Hefe mit Milch, Buttermilch, Zucker und 1 TL Mehl glatt rühren. Restliches Mehl in eine große Schüssel geben, eine Mulde hineindrücken und die Hefemischung eingießen. Mit etwas Mehl vom Rand bedecken und mit einem Tuch bedeckt an einem warmen Ort ca. 20 Minuten gehen lassen. Mineralwasser, Buttermilch, Thymianblätter, Salz und Olivenöl dazu geben und alles zu einem glatten Teig verkneten. Kartoffel unterkneten und zu einer Kugel formen. In einer Schüssel mit einem Tuch bedeckt eine Stunde gehen lassen. 
Teig auf einem bemehlten Stück Backpapier etwa 1 cm dick ausrollen und alles zusammen auf ein Backblech ziehen. Mit einem Tuch bedeckt erneut 60 Minuten gehen lassen. Backofen auf 200 Grad vorheizen. 
Focaccia mit wenig Olivenöl bestreichen. Zucchini und Aubergine waschen und in dünne Scheiben schneiden. Getrocknete Tomaten gut abtropfen lassen und in grobe Stücke schneiden. Chilischote in feine Ringe schneiden. Zucchini- und Auberginenscheiben, getrocknete Tomaten und Chilis auf der Focaccia verteilen. Mit Thymianzweigen belegen und mit Salz und Pfeffer würzen. Im vorgeheizten Backofen ca. 40 Minuten goldbraun backen. Herausnehmen und mit in grobe Stücke zerrupftem Serranoschinken belegen. 




Diesmal habe ich das Belegen delegiert, das ist nicht meine Hand da oben. ;-) Inspiriert hat mich ein Rezept für eine Kartoffelfocaccia aus der Zeitschrift Lust auf Genuss 4/12. Die getrockneten Tomaten sind übrigens nicht schwarz verbrannt, sondern waren schon vorher so dunkel. Habt ein sonniges Wochenende, bis ganz bald!

Montag, 30. Januar 2012

Määäähr davon: Gefüllte Aubergine mit Quinoa, Ziegenfrischkäse und Honig-Cashewnüssen


Zur Zeit bin ich süchtig nach mildem Ziegenfrischkäse. Ob mit frischen Kräutern auf´s Brot oder mit Marmelade als Füllung für Crêpes, immer her damit! Leider stehe ich mit meiner Vorliebe bei uns ziemlich alleine da und ich muss für gemeinsame Essen mit Mann, Mama, Oma oder Tante den Ziegenkäse ins Essen schmuggeln, ohne dass sie davon etwas bemerken. Das klappt mit Ziegenfrischkäse und vor allem bei diesem Rezept hier aber ganz wunderbar, weil er optisch nicht von jedem x-beliebigen anderen Frischkäse zu unterscheiden ist. Der etwas deftigere Geschmack zu Beginn lässt sich kurz und bündig mit "äh, neues Gewürz" rechtfertigen. Und wenn ich dann nach ein paar Bissen das Geheimnis lüfte, gibt es erfahrungsgemäß nicht mal mehr einen Aufstand, weil es allen - man höre und staune - dann doch irgendwie ganz gut schmeckt. Ha! Die mit Honig gesüßten Cashewnüsse passen übrigens ganz wunderbar zum Ziegenfrischkäse und ich musste mich zurückhalten, denn fast hätte ich davon schon so viel "probiert", dass zum Überbacken kaum noch etwas übrig geblieben wäre.


Hier kommt das Rezept für 2 Portionen: 
1 große Aubergine 
3 EL Olivenöl 
etwas Meersalz und Pfeffer 
150 g Quinoa 
40 g Cashew-Nüsse 
½ EL Honig 
2 EL milder Ziegenfrischkäse 
½ Bund Petersilie 


Backofen auf 200 Grad vorheizen. Aubergine waschen und abtrocknen. Der Länge nach halbieren und an der Schnittstelle sowie außen ein paar Mal mit einer Gabel einstechen. Olivenöl in einer Auflaufform verteilen, die Auberginenhälften mit der Schnittstelle nach unten in die Form legen und mit etwas Meersalz bestreuen. Im vorgeheizten Backofen etwa 30 Minuten garen. 
Quinoa in ein Sieb geben und unter heißem Wasser waschen, das entfernt etwaige Bitterstoffe. In der 2 ½ fachen Menge Wasser 20 Minuten kochen lassen, dann 5 Minuten ausquellen lassen. Mit Salz und Pfeffer würzen. Cashew-Nüsse hacken und in einer Pfanne ohne Fett ein paar Minuten anrösten, bis sie leicht bräunen. Dabei aufpassen wie ein Luchs, damit sie nicht zu schwarz werden, das geht, wenn die Pfanne erstmal richtig heiß ist, nämlich sehr schnell. Nüsse in eine Schüssel geben, kurz abkühlen lassen und mit dem Honig und Ziegenfrischkäse vermischen. Auberginen aus dem Ofen nehmen und das fleischige Innere mit einem Löffel auskratzen, dabei einen Rand von ca. 0,5 cm lassen. Petersilie fein hacken und einen TL davon zur Dekoration beiseite legen, Auberginenfleisch grob hacken. Beides zum Quinoa geben und gut untermischen. Die ausgehöhlten Auberginen mit der Quinoa-Mischung füllen und mit der Ziegenfrischkäsemasse bestreichen. Im noch heißen Ofen 5 Minuten gratinieren und mit Petersilie bestreut servieren. Dazu schmeckt ein frischer Salat.


Donnerstag, 17. März 2011

Begriffsstutzigkeit auf dem Teller: Lasagnette von Räucherlachs und gegrilltem Gemüse mit Schnittlauchsahne

Manchmal überlege ich mir, dass es doch viel einfacher wäre, Rezeptbezeichnungen nicht zu hinterfragen, findet ihr nicht auch? In der Zeitschrift LandGenuss habe ich ein sehr verlockend klingendes Rezept gelesen: "Lasagnette von zweierlei Fisch", bei dem Steinbutt- und Lachsfilet abwechselnd mit einer Farce aus Sahne und Weißfisch zu kunstvollen Türmchen geschichtet und mit Olivenöl beträufelt werden. Klingt köstlich, aber Momentchen mal, Lasagnette? Äh... Pasta? Ja, wo waren se denn, die Nudeln?? Bei dieser Rezeptbezeichnung habe ich doch fest mit einem dünnen Nudelblatt zwischen den Fischfilets gerechnet! Ein Fall für Tante Google, die hier aber eher zu noch größerer Verwirrung geführt hat. Dort habe ich nämlich herausgefunden, dass Lasagnette etwas breitere Bandnudeln mit gewellten Rändern sind und die Lasagne selbst eigentlich ein Nachttopf ist (griechisch: lasanon). Praktischerweise haben die Römer den Nachttopf dann in einen Kochtopf umgewandelt (TOLLE IDEE, Jungs und Mädels *Daumenhoch*!!). Jedenfalls wurde die Lasagne dann im Laufe der Zeit zu einer Sammelbezeichnung für Aufläufe. Ich schließe nun daraus, dass Lasagne nicht unbedingt Pasta enthalten muss, rein etymologisch leuchtet das auch ein. Trotzdem hält sich eine Restverwirrung: Was wäre dann genau der Unterschied zwischen Lasagne und Pasticcio? Und bezeichnen Lasagnette demzufolge nicht nur gewellte Bandnudeln, sondern auch Mini-Aufläufe? Wird zur Lasagne/Lasagnette nur, was einen Ofen von Innen gesehen hat und quasi überbacken ist? Gibt es in Italien regionale Unterschiede, was die Bezeichnungen betrifft, bzw. enthalten Lasagne/Lasagnette dort immer Pasta? Ich würde mich sehr freuen, wenn mir das jemand von euch erklären könnte! Ich esse so gerne italienisch und ein ganz kleines bisschen kommt hier auch meine Sprachwissenschaftler-Ader zutage. :-)
Aber zurück zum Rezept: Herausgekommen ist wieder einmal was total anderes, nämlich das, was der Kühlschrank hergegeben hat. Und das war diesmal nur Lachs und Gemüse. There you go...


Hier kommt das Rezept für 2 Personen als Vorspeise:
1 kleine Zucchini
1 kleine Aubergine
50 ml Olivenöl
Meersalz, Pfeffer
100 g mild geräucherter Lachs in Scheiben
100 ml Sahne
ein paar Stängel Schnittlauch
Sonstiges: 2 Servierringe mit ca. 10 cm Durchmesser

Backofen auf 220 °C vorheizen. Zucchini und Aubergine waschen, Enden entfernen und längs in ca. 5mm breite Scheiben schneiden. In eine große Schüssel geben, mit Olivenöl und Meersalz bestreuen und mit den Händen vorsichtig vermengen, damit alles mit Öl benetzt ist. Die Scheiben nebeneinander auf einen Grillrost legen, mit frisch gemahlenem Pfeffer bestreuen und im vorgeheizten Backofen ca. 30 Minuten garen. Herausnehmen und abkühlen lassen. 
Auf einem Brett die abgekühlten Gemüsescheiben dicht nebeneinander legen und mit dem Servierring pro Gemüsesorte 4-6 Kreise ausstechen (so breit ist selten eine Zucchini, da muss man ein bisschen tricksen und zwei Scheiben auf einmal nehmen). Aus den Lachsscheiben ebenfalls 4-6 Kreise ausstechen. Nun die Servierringe jeweils auf einen Teller setzen und dann abwechselnd eine Scheibe Zucchini, Aubergine und Lachs einschichten, mit Lachs abschließen. Die Sahne mit etwas Salz und ein paar Stängeln Schnittlauch pürieren, sie soll wirklich nur einen Hauch nach Schnittlauch schmecken, sonst wird sie zu scharf und überdeckt alles. 
Die Servierringe vorsichtig entfernen und die Lasagnette (oder was auch immer!) mit der Schnittlauchsahne beträufeln und ggf. mit ein paar Schnittlauchröllchen garnieren.


Ob man das Gericht nun Lasagnette nennen kann, weiß ich wirklich nicht. Zumindest aber klingt es schön und, die Hauptsache, es schmeckt fein. Die Schnittlauchsahne kann man auch gut durch ein paar Tropfen Olivenöl ersetzen, das man über die Lasagnette träufelt. Ach und übrigens, bei der Lasagnette-Recherche bin ich auf ein köstlich klingendes Rezept von lamiacucina gestoßen, das ich euch nicht vorenthalten möchte. So würde ich mir tatsächlich auch Lasagnette vorstellen. Mit Pasta eben. 

Donnerstag, 10. Juni 2010

Die Duplo-Tante schlägt zu: Auberginen mit Essig

Gestern stand beim Einkaufen ein kleiner Junge aus der Nachbarschaft vor mir in der Kassenschlange. Dessen Einkaufszettel konnte ich ihm im Tausch gegen ein Duplo mit Fußballbildchen abschwatzen, denn er war einfach viel zu niedlich geschrieben, um ihn nicht der Öffentlichkeit zu präsentieren. 


Mit Oberschienen hat man sonst ja nur beim Einbau von Jalousien zu tun, mich hat es jedenfalls daran erinnert, dass ich zuhause auch noch ein Exemplar davon herumliegen habe. In der aktuellen Ausgabe von So isst Italien bin ich vor ein paar Tagen sowieso auf ein Rezept gestoßen, dass ich gerne ausprobieren wollte. Wie praktisch! Hier ist es:

Für 2 Personen als Vorspeise oder als Snack zum Wein:
1 große Aubergine
Salz
Olivenöl zum Braten
2 Knoblauchzehen, geschält und fein gehackt
Ein paar Kräuter wie Oregano und Thymian (frisch ist besser, ich hatte allerdings nur noch die getrocknete Variante daheim)
50 ml Weißweinessig
100 ml trockener Weißwein


Die Auberginen in 1 cm dicke Scheiben schneiden (ich habe es längs gemacht, im Nachhinein aber festgestellt, dass die runden, vertikalen Scheibchen noch schöner ausgesehen hätten). Diese schichtweise in ein Sieb legen und mit Salz bestreuen. Mit einem kleinen Teller beschweren und 30 Minuten ruhen lassen, so wird den Auberginen das Wasser entzogen. Derweil den Ofen auf 160°C Grad vorheizen. Die Auberginen abspülen und trockentupfen. Das Öl in einer Pfanne erhitzen und die Auberginen portionsweise braten, bis sie goldgelb sind. Gegebenenfalls etwas Öl nachgießen. 
Eine Schicht Auberginen in eine ofenfeste Form geben, den Knoblauch, ein paar Kräuter, die Hälfte des Essigs und des Weißweins hinzugeben und mit einer weiteren Schicht Auberginen bedecken. Den restlichen Wein und Essig darübergeben, noch ein paar Kräuter draufstreuen und für 20 Minuten in den vorgeheizten Ofen geben. Dann mit Brot servieren.


Die Auberginen schmecken warm oder kalt, sie sind abgedeckt im Kühlschrank auch noch ein paar Tage haltbar.