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Sonntag, 10. Februar 2013

Feuert die Bazillen weg: Pastinakencremesuppe mit Chili-Crostini

Warum liegen Urlaub und krank sein eigentlich immer so nah beieinander? Irgendwie ist es doch meist so: Entweder wird man davor, währenddessen oder danach krank. Ich hatte die komplette letzte Woche die Ehre und pünktlich, nachdem die Snowboards im Keller verstaut und auf dem heimischen Sofa Pläne für einen entspannten Brunch für den nächsten Tag geschmiedet waren, ging es los: Erst ein zartes Hüsteln, dann ein lautes Öhö-Öhö und später selbstmitleidsträchtiges Röcheln in Begleitung von Fieber und Schüttelfrost. Es ist bekannt, dass es etwas mit Anspannung und Entspannung zu tun hat, dass der Körper oft erst im Urlaub mal ein bisschen runterfährt und durch niedrigeren Blutdruck und eine verminderte Energiezufuhr fiesen Viren und anderen Garstigkeiten freie Bahn auf die sich gerade entspannt zurücklehnen wollenden Schleimhäute lässt. Vor Jahren schon haben Wissenschaftler sogar einen Begriff dafür erfunden, die sogenannte „Freizeit-Krankheit“ (Leisure Sickness). Kann ja sein, ich wage aber noch frech eine Behauptung aufzustellen: Mein Körper will Chili! Denn das ist meist das einzige, was ich mit meinen in Mitleidenschaft gezogenen Geschmacksnerven noch schmecke und so bin ich quasi gezwungen, etwas davon mitzuverarbeiten. Die Chili-Crostini hier im Rezept spielen definitiv die Hauptrolle (auch wenn das Pastinakensüppchen ebenfalls eine feine Sache ist - ein bisschen was habe ich dann doch noch geschmeckt) und ich kann sie mir auch wunderbar im Alleingang als Knusperhäppchen zu Wein und Pläuschchen vorstellen. 



Hier kommt das Rezept für 2 Portionen: 
Für die Pastinaken-Suppe: 
1 kleine weiße Zwiebel 
350 g Pastinaken 
1 TL Butter 
2 EL Noilly Prat 
50 ml Weißwein 
400 ml Gemüsebrühe 
2 getrocknete kleine rote Chilies (Birds Eye) 
100 ml Sahne 
etwas fein gehackte Petersilie und ein paar Chiliringe zum Garnieren 

Für die Chili-Crostini: 
2 EL Olivenöl 
4 Scheiben Ciabatta 
2 EL Frischkäse 
50 g geriebener Parmesankäse 
1 Chilischote (bitte voher testen, wenn es ein besonders scharfer Kanditat ist, die Menge entsprechend reduzieren), entkernt und in feine Ringe geschnitten 
Salz, Pfeffer, fein gehackte Petersilie



Zwiebel fein würfeln, Pastinaken schälen und in Stücke schneiden. Butter erhitzen, Zwiebeln darin glasig dünsten, Pastinaken dazu geben und kurz mitdünsten. Mit Noilly Prat und Weißwein ablöschen und mit der Gemüsebrühe auffüllen. Chilischoten dazugeben und abgedeckt etwa 20 Minuten köcheln, bis die Pastinaken weich sind. Sahne unterrühren, die Chilis unbedingt wieder herausfischen (bewährt hat sich übrigens dieser Trick, um Gewürze beisammen zu halten oder man nimmt einfach ein Teesieb bzw. einen Filter) und die Suppe fein pürieren. Mit Salz und Pfeffer anschmecken und warm halten. 
Backofen auf 200 Grad vorheizen. Olivenöl in einer beschichteten Pfanne erhitzen und die Ciabatta-Scheiben darin knusprig anrösten. Frischkäse mit Parmesan und Chilischote vermischen und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Auf den Brotscheiben verteilen und im Backofen etwa 8-10 Minuten gratinieren, bis die Oberfläche leicht bräunt. 
Suppe kurz vor dem Servieren noch einmal mit dem Pürierstab leicht aufschäumen. Auf Teller verteilen, mit gehackter Petersilie und Chiliringen garnieren und zusammen mit den Chili-Crostini servieren. 

Hier gab es übrigens auch schon mal ein krankheitserprobtes Wurzelgemüserezept mit Chili. Habt eine schöne, gesunde Woche!

Dienstag, 17. April 2012

Alles auf einmal: Schoko-Cola-Hasen-Kuchen, Spargel-Blätterteig-Stangen und der einfachste Flammkuchen überhaupt

Wenn wie am letzten Wochenende eine kleine Feier und Besuch aus der badischen Heimat anstehen, ist das die perfekte Gelegenheit, um für den Nachmittagskaffee meine derzeitige Number One auf dem Nachbackstapel auszutesten: Den Schoko-Cola-Kuchen, den ich schon Anfang des Jahres bei Paules Kitchen entdeckt habe. Ja und was soll ich sagen? Das Rezept ist, wie von Paule gewohnt, gelingsicher und der Kuchen ist hiermit felsenfest und bombensicher für alle Zeiten ins Back-Repertoire gewandert. Ich reihe mich nahtlos in den Fanclub der glücklich machenden Hüft-Tortur ein. Probiert ihn aus, wirklich, er ist der Knaller. DAS IST EIN BEFEHL!! Der Hase hat sich übrigens in den Namen der dunklen Schoko-Cola-Verführung nur deswegen eingeschlichen, weil ein monströser Zartbitter-Schokoladen-Osterhase darin ein würdiges Ende als Backzutat gefunden hat. 


Hier kommt das Rezept von Paule für eine Springform mit 23 cm Durchmesser (dann wird der Kuchen höher, so wie bei Paule. Meine Form hatte einen Durchmesser von 26 cm und wurde dementsprechend flacher): 

Für den Teig: 
200 g Butter 
200 g Cola 
175 g Vollmilch 
50 ml Sahne 
220 g Weizenmehl Type 550 
3 Teelöffel Weinsteinbackpulver 
1/4 Teelöffel Backnatron 
50 g Kakaopulver 
1 Prise Salz 
1/2 geriebene Tonkabohne (alternativ Vanillemark von 1 Schote) 
240 g Rohrohrzucker 
2 Eier 

Für den Überzug: 
160 g dunkle Kuvertüre, mindestens 60% 
70 g Vollmilch 
70 g Sahne 
2-3 ganze Tonkabohnen 
1 Esslöffel Sirup (ich habe Agavendicksaft genommen) 
1 Esslöffel Butter 
wer mag: gehackte und geröstete Kakaobohnen von Valrhona (bei mir waren es Schokoladensplitter) 

Zubereitung: 
Butter und Cola in einem kleinen Topf bei geringer Hitze erwärmen, bis die Butter geschmolzen ist, nicht kochen. Abkühlen lassen und Milch und Sahne unterrühren. Topf beiseite stellen. 
Form mit Backpapier auslegen und den Rand einfetten, Backofen auf 180°C vorheizen. 
Mehl, Backpulver, Natron und Kakaopulver in eine Schüssel sieben. Salz, geriebene Tonkabohne und Rohrohrzucker hinzugeben und alles gut vermischen. 
In die Mitte eine Mulde drücken, Eier hineinschlagen und leicht verquirlen. Dann langsam die flüssige Mischung hineingießen und gut unterrühren. Der Teig bleibt recht flüssig. 
Teig in die Springform füllen im vorgeheizten Backofen ca. 45 Minuten backen. Nicht zu lange backen, zum Ende hin Stäbchenprobe machen. (Bei mir waren es 55 Minuten und am Stäbchen hin noch ein klitzekleines bisschen Teig, so war es für uns jedoch perfekt). 
Kuchen noch 15 Minuten in der Form ruhen lassen, dann vorsichtig herausnehmen und auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen. 

Für die Glasur Kuvertüre sehr fein hacken und in eine Schüssel geben. Milch und Sahne mit Tonkabohnen aufkochen und durch ein Sieb über die Schokolade gießen (Tonkabohnen abwaschen, gut trocknen lassen und separat aufbewahren; so kann man sie bis zu 7 Mal verwenden). Kurz ruhen lassen, dann mit einem Teigspatel vorsichtig vermischen. Sirup (Agavendicksaft) und Butter unterrühren und den abgekühlten Kuchen mit der Glasur überziehen. Mit Schokoladensplittern oder gehackten Kakaobohnen bestreuen. 

Laut Paule hält sich der Kuchen einige Tage und schmeckt am besten, wenn er einen Tag geruht hat. Bei uns hatte er dazu leider keine Gelegenheit! ;-) Vielen Dank für das tolle Rezept! 



Nach dem Kaffeekränzchen (und wenn wir ehrlich sind auch schon davor und währenddessen) war es natürlich an der Zeit für Sekt. Ich liebe Sekt! Und zum Sekt haben wir gerne was Kleines zum Knuspern. Wie sicher der ein oder andere schon festgestellt hat, stehe ich diesbezüglich total auf Blätterteig. Ich finde, es gibt kaum eine bequemere Möglichkeit, um schnell ein paar feine Häppchen zu zaubern, die gut schmecken und außerdem hübsch aussehen. Aus Gründen der Zeitersparnis und Nervenschonung habe ich allerdings auch diesmal wieder ohne mit der Wimper zu zucken ins Kühlregal gegriffen, statt den Teig selbst zu machen (iiirgendwann ...). Es gab außerdem schon so schön knackigen grünen Spargel auf dem Markt, da konnte ich nicht widerstehen und habe ihn einfach eingewickelt. 

Hier kommt das Rezept für ca. 28 Stück: 
28 Stangen grüner Spargel 
1 Packung Fertigblätterteig (rechteckig) 
1 Eigelb 
1 EL Milch 
Flor de Sel 
3 EL geriebener Parmesankäse 

Backofen auf 200 Grad vorheizen. Spargel in kochendem Salzwasser kurz bissfest garen. Herausnehmen, kalt abschrecken und beiseite stellen. 

Den Blätterteig einmal längs halbieren und dann in ca. 1,5 cm breite Streifen schneiden. Jeweils einen Streifen etwas langziehen und um eine Spargelstange wickeln. Auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen. Eigelb mit Milch verquirlen und die Spargel-Blätterteigstangen damit bestreichen. Mit Flor de Sel und geriebenem Parmesankäse bestreuen und im Ofen ca. 25 Minuten goldgelb backen. 



Neben ein paar anderen Kleinigkeiten habe ich für uns noch Flammkuchen serviert. Das mache ich öfter, wenn Gäste kommen, denn der Teig lässt sich prima vorbereiten und schmecken tut es eigentlich jedem. Die Vegetarier bekommen eine Version mit Spinat und Feta-Käse oder Tomaten und Ziegenkäse. 


Wenn man die Zeit vergisst, ist ein Abend gut. Der letzte Flammkuchen wurde morgens um viertel nach fünf in den Backofen geschoben. Und jetzt schaut euch mal bitte die Form vom Teig an, denn hier schließt sich der Kreis: Wenn das kein Schoko-Cola-Hasen-Kuchen-Gedenkhase ist!! Total verrückt! 



Hier kommt das Rezept für 4 Flammkuchen:

10 g frische Hefe 
250 g Mehl und Mehl zum Arbeiten 
100 ml Buttermilch 
2 EL Olivenöl 
Salz 
2 Zwiebeln 
200 g Saure Sahne 
Salz 
200 g Bauchspeck (fein gewürfelt) 

Die Hefe in 25 ml lauwarmem Wasser auflösen. Mehl in eine Schüssel sieben, in die Mitte eine Mulde drücken, das Hefegemisch hineingeben und mit etwas Mehl vom Rand vermischen. Die Buttermilch, 2 EL Öl und 1/2 TL Salz hinzufügen. Alles zu einem glatten Teig verkneten und zugedeckt an einem warmen Ort mindestens 30 Minuten gehen lassen. Den Backofen mitsamt Blech auf höchster Stufe (bei mir waren´s 250° Grad) vorheizen. 

Zwiebeln schälen und fein hacken. Teig in vier Hälften teilen, jeweils auf Backpapier superdünn ausrollen. Saure Sahne leicht salzen und auf den Flammkuchen-Böden verteilen. Zwiebeln und Speck darauf verteilen und je einen Flammkuchen mitsamt Backpapier auf ein Gitter ziehen. Im vorgeheizten Ofen ca. 10 Minuten backen, bis der Flammkuchen schön knusprig ist. Herausnehmen und sofort servieren. Nacheinander mit den restlichen Flammkuchen ebenso verfahren.

Leider gibt es davon kein Foto, ich habe ihn in Stücke geschnitten auf einem schön rustikalen Holzbrett einfach auf den Tisch gestellt und wir haben ihn mit der Hand gegessen. 



Und übrigens: Meine BRIGITTE-Rezeptstrecke gibt´s jetzt auch online zu sehen: KLICK
Und in Zukunft gibt´s jeden Monat ein Häppchen-Rezept von mir für BRIGITTE und vor allem für euch! KLICK
Die nächste Party kann kommen. Jii-haaaa! :-)

Montag, 5. März 2012

Never change a running system: Fluffige Knoten mit Spinat und Fetakäse

Spinat und Fetakäse. Ich weiß, viele können es nicht mehr hören. Spinat und Fetakäse. Spinat und Fetakäse, Spinat und Fetakäse! SpinatundFetakäse SpinatundFetakäse! FetakäseFetakäse SpinatSpinat FetakäseSpinat! SPINAT UND FE!TA!KÄ!SE!!! Wer jetzt noch nicht weggeklickt hat, mag diese Kombination wahrscheinlich genau so gerne wie ich. Das soll belohnt werden, lieber Spinat und Fetakäse-Fan, hier habe ich nämlich etwas, das unsere Gelüste voll und ganz befriedigt. Glaube mir! Die volle Spinat- und Fetakäsedröhnung quasi. Und weil unser Lieblings-Duo auch mal gerne ein Trio wäre, habe ich noch cremigen Ricotta dazugegeben. Umhüllt von fluffigem Hefeteig, den mögen wir doch auch so gerne, oder? 


Hier kommt das Rezept für 6 Knoten: 
Für den Teig: 
150 ml lauwarme Milch 
5 g Trockenhefe 
280 g Mehl 
40 ml Olivenöl 
1 gestr. TL Salz 
¼ TL Zucker 

Für die Füllung: 
200 g Blattspinat (gewaschen und geputzt) 
125 g Ricotta 
100 g Fetakäse 
Salz 

Außerdem: 
1 Eigelb, etwas Milch 
3 EL Parmesankäse 
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer 


Für den Teig die Hefe in der Milch auflösen und ein paar Minuten beiseite stellen. Alle anderen Zutaten miteinander in eine Schüssel geben, die Milchmischung dazugeben und alles zu einem glatten Teig verkneten. Abgedeckt an einem warmen Ort ca. 1 Stunde gehen lassen, bis sich das Volumen fast verdoppelt hat. 
Ofen auf 200 Grad vorheizen. Spinat grob hacken und in einem Topf mit wenig Wasser erhitzen und zusammenfallen lassen. In einem Sieb abtropfen lassen und ggf. etwas ausdrücken. Spinat mit Ricotta vermischen. Fetakäse zerbröckeln und ebenfalls untermischen. Mit Salz abschmecken. 
Teig nach dem Gehen in 6 Stücke teilen. Jeweils auf leicht bemehlter Arbeitsfläche zu einem länglichen Oval ca. 0,3 mm dünn ausrollen. Je 1/6 der Masse darauf verteilen, darauf achten, dass nur etwa 1/3 bedeckt ist. Zu einer dünnen, langen Wurst rollen, dabei die Enden einklappen. Die „Wurst“ einmal verknoten und auf ein mit Backpapier belegtes Backblech setzen. Mit dem Rest ebenso verfahren. Eigelb mit etwas Milch verquirlen und die Knoten damit bestreichen. Mit wenig Parmesan und grob gemahlenem Pfeffer bestreuen. Im vorgeheizten Ofen ca. 30 Minuten backen.


Diese Knoten sind supereinfach herzustellen! Bei sechs Portionen haben sie in etwa die Größe von Laugenknoten. Für die nächste Party werde ich aus dieser Menge einfach 12 Mini-Knötchen machen, ein perfektes Mitbringsel, denn zum Glück sind die Spinat-Fetakäse-Fans auf dieser Welt ja zahlreich vertreten. 





Wer noch nicht genug vom Traum-Duo hat, dem empfehle ich außerdem meine Ruckzuck-Blätterteigschneckchen mit Spinat und Fetakäse sowie die knusprigen Gözleme. Habt eine schöne Woche!

Dienstag, 12. Juli 2011

Von der Rolle II: Blätterteigschneckchen mit Schinken

Leute, Leute, war das eine Woche! Und ein Wochenende! Gibt es wohl etwas schöneres, als mit lustigen und lieben Menschen zu feiern? Aber natürlich! Mit lustigen und lieben Menschen zu feiern UND zu essen. Sei es in Freiburg der feine Flammkuchen mit Verena auf dem ZMF, der frisch auf riesenhaften Blechen über einem Feuerchen im Holzofen gebacken wird, oder der obligatorische vegetarische Yufka mit Bärbel (hallo!) vom Uni-Döner, Euphrat oder Kebaphaus, der als Grundlage zu Beginn und zur finalen Katervorbeugung am Ende einer Kneipentour dient, oder das feine Geburtstagsbuffet bei Arthurs Tochter, das mit karamellisierten Kirschtomaten, köstlichem Chili und anderen Leckereien aufwartete und eine eh schon tolle Party perfekt machte. Ach ja, tollen Wein gab es da übrigens auch. Ich habe allerdings fast nur Wasser getrunken... *hust*... komisch, dass ich am Ende so seltsam doppelt gesehen habe. Jedenfalls, wenn man selbst etwas zum Essen beisteuern möchte, ist es gut, wenn man Zeit hat, dann kann man sich richtig schön austoben. Aber ratet, was diesmal bei mir der Fall war. Da ich schon im Voraus wusste, dass es ein bisschen knapp in der Küche werden könnte, habe ich mich für eines meiner Lieblingsrezepte entschieden, das ich schon seit Jahren immer wieder für Parties zubereite, wenn es schnell gehen muss. Here we go...


Hier kommt das Rezept für ca. 18 Schneckchen:
1 Rolle Blätterteig (aus dem Kühlregal, rechteckig)
125 g Katenschinken, gewürfelt
1 kleine Zwiebel, fein gehackt
100 g Schmand
1 Eiweiß
1/2 Bund Petersilie, fein gehackt
Salz, Pfeffer
1 Eigelb, 1-2 EL Milch

Backofen auf 200°C vorheizen. Katenschinken, Zwiebel, Schmand, Eiweiß und Petersilie in einer Schüssel gut miteinander vermischen und ordentlich mit Salz und Pfeffer würzen. Blätterteig ausrollen (dabei auf dem Backpapier liegen lassen), und die unteren zwei Drittel der langen Seite mit der Masse belegen. Nun mit Hilfe des Backpapiers den Teig zu einer langen Rolle rollen. Die "Naht" gut festdrücken und mit einem scharfen Messer die Rolle in ca. 1,5 cm breite Stücke schneiden und diese mit der Schnittfläche nach unten auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen. Beim Schneiden verlieren die Schneckchen ihre Form ein wenig, später beim Backen gleicht sich das aber von alleine wieder aus. Das verbleibende Ei trennen, das Eigelb mit 1-2 EL Milch verrühren und damit die Schneckchen bestreichen. Ab in den Ofen und ca. 25 Minuten backen. Man kann auch Mini-Schneckchen machen, hierfür wird der ausgerollte Blätterteig vor dem Belegen der Länge nach halbiert. Mit den beiden Teighälften folgt dann das gleiche Procedere wie oben beschrieben.


Die Schinkenschneckchen sind quasi die carnivore Variante meiner Spinat-Feta-Schneckchen, am besten macht ihr für eine Party beide zusammen, dann sind auch die Vegetarier froh!

Donnerstag, 17. Juni 2010

Mozzarella-Sticks mit Nacho-Kruste und Guacamole: WM-Fieber und (halb)schlaue Fußballweisheiten

Ach herrje, da isse wieder, die WM. Und somit die Zeit, mich mit meinem gefährlichen Fußball-Halbwissen zu blamieren, das war das letzte Mal auch schon so. Dieses Mal wollte ich es aber besser machen, Übungsgegenstand war das Auftaktspiel der deutschen Mannschaft beim Public Viewing im Biergarten. Nachdem ich mich also vergewissert habe, ob wir die Weißen oder die Blauen sind und auf welches Tor wir schießen müssen, kann´s losgehen: Bei jeder verpatzen Chance schlage ich die Hände gegen die Stirn und sage "Ooouuuuu" ... und füge nonchalant hinzu "den hätte ja sogar meine Oma reingehauen". Leicht befremdlicher Blick vom Nebentisch. Weiter geht´s, ein Foul, es folgt die gelbe Karte und die Standpauke vom Schiri. "Also in England hätten die sowas nicht gepfiffen", sage ich kopfschüttelnd. "Du, da wurde einer von unseren gefoult, das ist gut, dass das gepfiffen wurde." Ach so... Die Blicke vom Nebentisch werden feindseliger. Das Spiel läuft, Klose verschießt und ich bemerke: "Den hätt´ ich nicht aufgestellt, der reißt doch jetzt im Verein nix mehr rum!" Die Klose-Rufe am Nebentisch weichen empörtem Räuspern. Dann köpft er das 2:0. Ich merke, ich sollte mich zurücknehmen. Am Ende kann ich mir eine Sache aber nicht verkneifen und sage etwas lauter in Richtung Nebentisch: "Wo war denn eigentlich der Ballack? ... Scherz, Jungs!"

Für die Spiele, die man vor dem heimischen Fernseher anschaut, braucht man was zu knabbern. Hier habe ich was schöneres als ne Tüte Nachos, leeeckere Mozzarella-Sticks ...

Rezept für zwei Portionen:
Für die Mozzarella-Sticks:
1 Kugel Mozzarella
30 g Mehl
1 Ei
80 g Nachos bzw. Tortilla-Chips
Salz, Cayenne-Pfeffer
Öl zum Frittieren

Für die Guacamole:
1 reife Avocado
Ein paar Spritzer Zitronensaft
3 eingelegte, getrocknete Tomaten
1 EL Olivenöl
1 EL gehackte Petersilie
Salz, Pfeffer


Nachos fein zerbröseln, ich habe dafür einen Fleischklopfer verwendet, wunderbar geht´s aber auch mit einem Nudelholz. Für die Sticks Mozzarella erst in 1 cm dicke Scheiben schneiden und diese dann noch einmal der Länge nach in 1 cm breite Streifen schneiden. Mehl und Nacho-Brösel jeweils auf einen Teller geben, das Ei auf einen Teller schlagen und verrühren. Die Mozzarellastreifen gut salzen und mit Cayenne-Pfeffer würzen, dann jeweils zuerst im Mehl wenden, durch die Eimasse ziehen und zum Schluss in den Nachobröseln wenden. Auf einen flachen Teller legen und für 30 Minuten ins Gefrierfach stellen, dann zerlaufen die Sticks später beim Frittieren nicht so schnell.
Für die Guacamole die Avocado halbieren, entkernen und mit einem Löffel das Fruchtfleisch von der Schale lösen. In eine Schüssel geben, mit einer Gabel zerdrücken und sofort mit Zitronensaft beträufeln, sonst wird das schöne Grün zu einem Matschbraun (bei mir wird es leider oft trotz Zitrone zu einem leichten Mittelmatschbraun). Die Tomaten fein hacken und mit dem Olivenöl und der Petersilie zur Avocado geben und alles vorsichtig vermischen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und bis zur weiteren Verwendung kalt stellen.
Frittieröl in einem Topf erhitzen (Stiel von einem Holzkochlöffel reinhalten, wenn sich an diesem Bläschen bilden, ist das Öl heiß genug). Die Mozzarella-Sticks portionsweise in heiße Öl geben und goldgelb frittieren. Vorsichtig herausnehmen und kurz auf Küchenpapier abtropfen lassen. Dann sofort mit der Guacamole servieren.


Vielleicht kann man mit den Mozzarella-Sticks ja ein paar verbale Fußball-Katastrophen wieder gut machen. ;-)

Sonntag, 18. April 2010

Fast wie Medizin: Grissini mit Spinat und Karottensaft

Um die Herkunft der Grissini rankt sich eine schöne Legende. Machen wir einen kleinen Zeitsprung ins Jahr 1675: Hier lag am italienischen Hof der kleine Vittorio Amedeo von Savoyen und brüllte wie am Spieß. Verständlich, denn wer leidet als Neunjähriger schon gerne an immer wiederkehrenden Magenschmerzen. In seinem Fall war das nur unausreichend durchbackene Weißbrot der Übeltäter. Es wurde zwar in adligen Kreisen serviert, war aber aufgrund der damaligen hygienischen Zustände oft mit Keimen versetzt. Der Hofarzt Don Baldo Pecchio erkannte das Problem und schmiedete zusammen mit dem Bäcker Antonio Brunero einen Genesungsplan für den magenkranken Vittorio. Ein gut durchbackenes, hartes Brot musste es sein, das als Schonkost den Magen des kleinen Herzogs milde stimmen sollte. So entstanden die filigranen Weizenstangen, die so lange gebacken wurden, dass auch das Innere knusprig war. Wie so viele Legenden hat auch diese ein Happy End: Vittorio Amedeo von Savoyen wurde gesund und das zukünftige Königshaus war fortan so begeistert von den langen Grissini, dass diese einen Siegeszug durch ganz Turin antraten und sogar in der Opernloge geknabbert wurden. Wir haben es also heute nicht nur mit gesundheitsfördernden sondern auch mit ganz edlen Stängchen zu tun. Ich prophezeie für die nächsten Magenschmerzen: Weg mit Zwieback und Knäckebrot - her mit den Grissini!


Hier kommt das Rezept für ca. 25 Grissini:
100 g frischer Blattspinat
10 g  frische Hefe
75 ml Karottensaft
250 g Weizenmehl
2 gestr. TL Salz
1 TL Zucker
2 EL Olivenöl


Den Spinat putzen und waschen und mit 100 ml Wasser fein pürieren. Durch ein Sieb pressen und 75 ml vom Spinatsaft abfangen. Spinatsaft und Karottensaft separat kurz erwärmen. Nun werden zwei Teige hergestellt. Dafür jeweils 5 g Hefe in je 75 ml lauwarmen Spinatsaft und Karottensaft bröckeln und darin auflösen. Dann jede Saftmischung mit jeweils 125 g Mehl, 1 gestr. TL Salz, einer Prise Zucker und 1 EL Olivenöl zu einem glatten Teig verkneten. Jeweils in eine mit Mehl ausgestäubte Schüssel geben und zugedeckt an einem warmen Ort ca. 30 Minuten gehen lassen. Den Backofen auf 250°C vorheizen. Vom Teig kleine Stücke abteilen und mit den Händen zu ca. 40 cm langen Grissini rollen. Diese nebeneinander auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen und im Ofen 5-8 Minuten backen. Die Enden sollten dabei leicht bräunen. Frisch aus dem Ofen geben die Grissini auf Druck noch etwas nach, ausgekühlt sind sie dann jedoch knuspriger. Je nach Geschmack kann man die Grissini vor dem Backen auch mit Kräutern, Kümmel oder Käse bestreuen.


Quelle: Die Rezeptidee stammt aus Lust auf Genuss 4/10. Ich habe die Mengenangaben allerdings leicht verändert. Im Heft wurden die Grissini auch noch mit Rote-Beete-Saft und Paprikasaft gebacken, für eine noch größere Farbenvielfalt. Für den historischen Teil habe ich das Buch Cucina e Cultura von Peter Peter zu Rate gezogen. 

Donnerstag, 25. März 2010

Voraburlaub: Tortillitas de Camarones

Mit dem Frühling, der es im Jahr 2010 unglaublicherweise nun doch noch geschafft hat Einzug zu halten, erwachen bei mir auch schon wieder die Urlaubsgefühle. Wenn ich bei diesem sonnigen Wetter mit Sonnenbrille auf der Nase draußen in einem kleinen Café sitze, komme ich mir manchmal vor wie im Süden und schwelge in Urlaubserinnerungen der letzten Jahre (auch wenn diese Illusion spätestens dann zerstört wird, wenn ich mit meiner vom Winter gezeichneten Kalkhand das Geld für den Service aus dem Portemonnaie fische). Bei einer Tour durch Andalusien und die untere Hälfte Portugals vor vier Jahren habe ich in der Region um Cádiz diese feinen Tortillitas entdeckt. Camarones sind kleine Gambas, die in den Salinen um Cádiz gezüchtet werden und die in Deutschland nahezu nicht zu bekommen sind, deswegen muss man auf Krabben zurückgreifen. In einer Ausgabe von E&T habe ich ein Rezept dafür gefunden. Und nachdem das letzte Posting ja schon äußerst poetisch begonnen hat, werde ich mich heute aus gegebenem Anlass noch steigern: Frühling lässt sein blaues Band / Wieder flattern durch die Lüfte / Süße, wohlbekannte Düfte / Sind aus meiner Pfann´ entbrannt / Alles bräunet schon / Oh, ich muss schnell wenden / Schau die Tortillitas an / Lecker, ja sie sind´s / ... und jetzt fehlt mir der Schlussreim (Mörike kann halt doch besser dichten), deswegen: Schnell raus aus der Pfanne und ab auf den Tisch! 


Hier ist das Rezept für 16 kleine Tortillitas:
1 Zwiebel
6 Stiele glatte Petersilie
150 g Weizenmehl
150 g Kichererbsenmehl
Salz, Pfeffer
80 ml Olivenöl
250 g Nordseekrabbenfleisch


Die Zwiebel in sehr feine Würfel schneiden, Petersilienblätter abzupfen und fein hacken. Die beiden Mehlsorten mit 350 ml kalten Wasser zu einem glatten Teig verrühren. Mit Salz und Pfeffer würzen, Zwiebel und Petersilie unterrühren und den Teig 2 Stunden ruhen lassen.
Das Olivenöl in einer Pfanne erhitzen. Jeweils zwei EL Teig hineingeben und zu einem kleinen Küchlein ausstreichen. Darauf jeweils 1 EL Krabben verteilen und etwas andrücken. Wenn sich ein brauner Rand zeigt, dürfte die Unterseite schön goldbraun sein, dann wenden und auf der anderen Seite fertig backen. Kurz auf Küchenpapier abtropfen lassen und sofort servieren. Ich könnte mir eine feine Aioli sehr gut dazu vorstellen.
Quelle: E&T 2/10

...ach, und übrigens: Das ist zwar jetzt ein ganz anderes Thema, aber da ich bekanntlich Jamie Olivers Küche sehr schätze, habe ich heute morgen diesen Artikel gelesen und das zugehörige Video angeschaut - und war wieder einmal schockiert über die amerikanische Diskrepanz zwischen Schönheitswahn und Pizza an Schulen - zum Frühstück!!

Donnerstag, 18. Februar 2010

XL-Süßkartoffelchips mit Panko: Ab in die Pfanne

So mancher Food-Blog birgt Risiken und Gefahren in sich. Es droht akutes Suchtverhalten mit den dazugehörigen Entzugserscheinungen, die Augen gleichen sich mit den Jahren dem Bildschirm-Format an, der Zeigefinger entwickelt wulstartige Muskeln vom Dauerscrollen, die Speichelproduktion läuft auf Hochtouren und und und. Aber solange es als Entschädigung immer wieder gute Rezepte, traumhafte Fotos und nette Geschichten gibt, nimmt unsereins das gerne in Kauf, nicht wahr?
Trotzdem, ein bisschen Strafe muss sein: Hiermit erstatte ich Anzeige gegen den Kuriositätenladen! Die Anklage lautet: Anfixerei in besonders schwerem Fall. Denn ohne Steph wüsste ich bis heute noch nicht, was Panko ist - und wie böse böse süchtig es machen kann!


Als Panko-Einstieg habe ich dieses supersimple Rezept gewählt, die Süßkartoffeln lagen so einsam herum und bei diesen Temperaturen hat jeder ein Mäntelchen verdient!


Zutaten für 2 Portionen:
2 große Süßkartoffeln
Salz, Pfeffer
1 Ei
Mehl 
Panko
Öl zum Frittieren


Zubereitung: Die Süßkartoffeln gut waschen und in einem Topf mit kochendem, leicht gesalzenem Wasser ca. 10 Minuten vorgaren. Abgießen, abschrecken und die Süßkartoffeln in ca. 5mm dicke Scheiben schneiden. Salzen und pfeffern. Das Ei verrühren. Nun die Süßkartoffelscheiben zuerst in Mehl, dann im verührten Ei und zum Schluss im Panko wenden. Öl ca. 1cm hoch in eine Pfanne gießen und erhitzen. Dann portionsweise die panierten Süßkartoffelscheiben ins heiße Öl geben und auf beiden Seiten knusprig braun frittieren. Auf Küchenrolle abtropfen lassen und heiß servieren. Ein Chili-Dip schmeckt wunderbar dazu.

Montag, 28. Dezember 2009

Orient Express: Falafel

Nach all den traditionsreichen Gerichten über die Feiertage (muss ich den Plätzchen-Supergau etwa erwähnen?) ist es heute an der Zeit für etwas anderes, das zumindest ich nicht mit Weihnachten in Verbindung bringe: Falafel. Das Rezept habe ich aus einem meiner neuen Kochbücher, Lebanese Cuisine von Madelain Farah, das eigentlich gar nicht mehr so neu ist, es ist nämlich bereits 1972 zum ersten Mal erschienen, damals von der Autorin mit Spiralbindung selbst verlegt. Beim ersten Durchblättern war ich enttäuscht: Kein einziges Bild auf weiter Flur! Das veranlasst mich normalerweise dazu, das Buch theatralisch in die nächste Ecke zu werfen (oder unter Lobpreisungen höchstbietend auf Ebay zu versteigern, haha). Dieses Büchlein gilt jedoch als eines der authentischsten über fernöstliche Küche und bietet in dreizehn Kapiteln an die 230 Rezepte von Suppen, arabischen Broten und Mezze über vegetarische Gerichte, Salate und gefüllte Speisen bis hin zu Desserts und Getränken. Dabei werden Klassiker wie Tabouleh, Baba Ghannuj und Hummus ebenso berücksichtigt wie weniger bekannte Speisen. Es gibt ein übersichtliches Rezepteregister sowohl mit arabischen Namen als auch deren englische Übersetzung sowie eine Liste mit Menuvorschlägen - alles gute Gründe um das Buch doch zu behalten und einen zweiten Blick darauf zu werfen. Diese Falafel sind auf jeden Fall sehr fein geworden, obwohl ich mich nicht ganz an das Rezept gehalten und statt getrockneten, dicken Bohnen lieber Kichererbsen genommen habe.



Rezept (6-8 Portionen):
ca. 500g getrocknete dicke Bohnen (oder Kichererbsen)
1 kleine Zwiebel, fein gehackt
2 Knoblauchzehen, fein gehackt
1/2 TL gemahlener Koriander (oder 1/2 Bund frisches Koriandergrün)
1/2 TL Chilipulver
1 TL Natron
1/2 TL gemahlener Kreuzkümmel
Salz und Pfeffer
1 EL Mehl
Pflanzenöl

Zubereitung: Bohnen oder Kichererbsen 3-4 Tage einweichen, das Wasser jeden Tag wechseln (...ich habe die Kichererbsen nur über Nacht eingeweicht und dann noch eine halbe Stunde gekocht). Dann in einer Schüssel mit den übrigen Zutaten außer dem Öl pürieren. Die Masse zu kleinen Bällchen mit ca. 3 cm Durchmesser formen. Öl heiß werden lassen und die Bällchen portionsweise darin ausbacken. Ich habe eine Pfanne mit etwas höherem Rand genommen, nur den Boden mit Öl bedeckt und die Falafel dann von allen Seiten angebraten, man könnte sie natürlich auch in einem hohen Topf ganz im Öl schwimmend frittieren. Sollten die Falafel beim Ausbacken zerfallen kann man noch etwas mehr Mehl zugeben um die Masse zu binden. Falafel auf einem Küchentuch abtropfen lassen und servieren.


Die erste Portion haben wir zusammen mit Salat, Tomaten und Joghurt-Knoblauchsauce im Fladenbrot gegessen, den Rest kalt am nächsten Tag - auf die Hand und ab in den Mund!

Donnerstag, 10. Dezember 2009

Fisherman´s Friend: Lachsröllchen

Die Gerichte an Heiligabend unterscheiden sich bekanntlich sehr. Von Würstchen mit Kartoffelsalat über Raclette oder Fleischfondue bis hin zu Königinpastetchen oder Filet Wellington. Oder eben Fisch. Meine Familie stürzt sich jedes Jahr vor der Bescherung auf eine große Platte mit verschieden gebeiztem Lachs, geräucherter Makrele und Forellenfilet, dazu gibt es Senf-Honig-Sauce, Sahnemeerettich und frisches Brot. Für dieses Jahr habe ich mir eine kleine Zugabe aus meinem Party-Mitbringsel-Repertoire zum weihnachtlichen Fischessen überlegt: Kleine, feine Lachsröllchen, die man als Fingerfood herrlich mal als kleinen Fisch-Happen (zwischen all dem anderen Fisch natürlich) einschieben kann.


Hier kommt das einfache Rezept:
4 Eier
Etwas Öl
200g crémiger Frischkäse
1 Bund Schnittlauch
Salz, Pfeffer
200g geräucherter Lachs

Jeweils ein Ei mit einem Schneebesen verrühren, salzen und pfeffern und daraus nacheinander in einer beschichteten Pfanne mit etwas Öl vier dünne Eiercrêpes backen. Die Crêpes gut auskühlen lassen. Frischkäse in eine Schüssel geben, den Schnittlauch hacken und mit dem Frischkäse verrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Nun die Crêpes mit dem Frischkäse bestreichen und je 50g Lachs darauf verteilen, am Besten so, dass die unteren ¾ der Crêpes damit belegt sind. Nun die Crêpes vorsichtig zusammenrollen. Zum Schluss die Rollen in ca. 1cm breite Stücke schneiden.


Übrigens: Danach fühlen wir uns immer als hätten wir soeben sämtliche Fischbestände der sieben Weltmeere verspeist, deswegen wechseln wir an den Weihnachtsfeiertagen dann in den Geflügelsektor und es gibt – wie sollte es auch anders sein – Gans mit Rotkohl und Knödeln.