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Sonntag, 1. Juli 2012

Ein Genuss: Poulet au Riesling

Zugegeben: Es ist ein bisschen fies, den Hühnern im letzten Beitrag erst die Eier aus dem Nest zu klauen, und dann heute einen Artgenossen in seine Einzelteile zerlegt mit Sauce und Nudeln auf dem Teller zu präsentieren. Aber dieser Klassiker der französischen Küche hat es mir angetan und wenn man Lust auf etwas hat, kann man sich ja bekanntlich nur schwer zurück halten ... nicht wahr? ;-) 



Hier kommt das Rezept für 4 Portionen 
4 Hähnchenkeulen (ich hatte Schlegel) 
70 g Butter 
3 EL (Oliven-)Öl, Salz, Pfeffer 
3 Schalotten, 1 Knoblauchzehe 
6-8 Stile Thymian 
400 ml Riesling (mit einem kleinen Wink auf DIESE Geschichte: Es war wirklich Riesling! ;-))
250 ml Geflügelfond 
400 g Champignons 
2 EL Zitronensaft 
200 ml Schlagsahne, Zucker 


Hähnchenkeulen häuten (am besten mit den Fingern die Haut vom Fleisch lösen, dann die Haut mit einer Schere abschneiden). 30 g Butter und 1 EL Öl in einem flachen Bräter erhitzen. Keulen rundherum mit Salz und Pfeffer würzen. Bei mittlerer bis starker Hitze auf jeder Seite 5 Minuten anbraten. 
Schalotten und Knoblauch fein hacken. Thymianblättchen abzupfen. Keulen aus dem Bräter nehmen, das Bratfett abgießen. 20 g Butter und 1 EL Öl im Bräter erhitzen, Schalotten und Knoblauch darin glasig dünsten. 250 ml Wein dazu geben. Bei starker Hitze stark einkochen lassen. Fond und 100 ml Wein dazu geben und aufkochen. Keulen und Thymianblättchen zugeben. Zugedeckt bei milder Hitze 35 Minuten schmoren und dabei zweimal wenden. 
Die Champignons putzen, evtl. halbieren oder vierteln. Die restliche Butter und das restliche Öl in einer beschichteten Pfanne erhitzen. Pilze darin bei mittlerer bis starker Hitze 5 Minuten braten. Mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer würzen. 
Keulen aus der Sauce nehmen und warm stellen. Sahne zur Sauce geben und bei starker Hitze auf etwa 350 ml einkochen lassen. Restlichen Wein zugeben und mit Salz, Pfeffer und 1 Prise Zucker abschmecken. Keulen und Champignons in der Sauce servieren. 


Das Rezept stammt aus dem E&T-Special „Die große Urlaubsküche“ (im Moment habe ich wohl wieder eine ausgeprägte Zeitschriftenrezepte-Nachkochphase). Bei Deichrunner´s Küche gab es dieses wirklich sehr feine Hühnchen in Riesling auch schon zu bewundern, sie hat Brot dazu serviert – mache ich das nächste Mal auch, statt Pasta.

Mittwoch, 25. Januar 2012

Hallo Keks, sag mir, wie du heißt: Cantuccini/Biscotti mit Pistazien und Pinienkernen

Dürfen Cantuccini eigentlich nur Cantuccini heißen, wenn sie Mandeln enthalten? Die sucht man bei meinem heutigen Rezept nämlich vergeblich, dafür werden diese herzhaften Cantuccini ebenfalls doppelt gebacken und sehen auch verdächtig nach Cantuccini aus. Vielleicht nennen wir sie aber trotzdem lieber Biscotti und sind mit diesem italienischen Sammelbegriff für Gebäck auf der sicheren Seite? Statt Mandeln gibt´s jedenfalls feine Pistazien- und Pinienkerne, dazu eine Handvoll Parmesan, einen Hauch Zitrone, Kräuter und Paprika. Alles also, was mein kekslüsternes und nach Deftigkeit lechzendes Herz gerade begehrt. 
Ich kann *mampfmampf* ... nur sagen ... *knusper* *knarz* ... also, diese Cantucci- ... *mampf* äh, Biscotti schmecken ziemlich ... *schluck* *mampfmampfmampf* ... superlecker. Schön mürbe durch den Butteranteil, köstlich zu einem Glas einer Flasche Wein oder als Häppchen nebenbei, während man einen Blogeintrag schreibt. *mampfmampf


Hier kommt das Rezept für ca. 25 Cantuccini 
200 g Weizenmehl 
50 g Dinkelmehl 
½ TL Backpulver 
ca. 40 g Parmesankäse
30 g Pistazienkerne (ungesalzen) 
20 g Pinienkerne (kurz in der Pfanne angeröstet) 
Schale von ½ Bio-Zitrone 
2 TL Niora (oder andere Paprikaflocken, wer es scharf möchte, kann auch getrocknete Chiliflocken nehmen) 
1 TL Salz 
1 TL getr. Thymian 
2 Eier 
1 Eigelb 
100 g Butter 
1 Eiweiß 


Den Ofen auf 180 Grad vorheizen. Alle Zutaten außer Eier und Butter in einer großen Schüssel mischen. Eine Mulde in die Mitte drücken und beide Eier, Eigelb und in Stücke geschnittene Butter hineingeben. Mit den Händen zu einem glatten Teig verkneten. Das ist klebrig und anstrengend. Aber es gibt tolle Kekse als Belohnung! 
Den Teig halbieren und 2 gleich große ca. 25 cm lange Rollen formen. Nebeneinander auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen, etwas flach drücken und dünn mit Eiweiß bepinseln. Im vorgeheizten Ofen 30 Minuten backen. Aus dem Ofen nehmen, 10 Minuten ruhen lassen, dann vorsichtig in ca. 1 cm breite Spalten schneiden (oder dünner, wie man möchte). Die Biscotti wieder auf das Backblech legen und weitere 15 Minuten backen. Herausnehmen und vollständig erkalten lassen. 

Rechts im Bilde: Krümelmonster im Haus? Verdächtige Krümelspuren gesichtet (... bitte den Kaffeerand und die Fettflecken auf der Tastatur ausblenden).






Die erste Rolle habe ich etwa einen Zentimeter dick geschnitten, die zweite Rolle ein bisschen dünner, so werden die Cantuccini noch knuspriger. Sie sind auch nach dem vollständigen Erkalten nicht zu hart, zumindest nicht so, wie die klassischen Cantuccini, die man oft in Cafés serviert bekommt und die man definitiv in etwas Flüssiges tunken muss, wenn man seine Zähne noch eine Weile behalten möchte. Was die Zutaten betrifft, so sind sie kinderleicht austauschbar und eurer Experimentierfreude sind keine Grenzen gesetzt. Kräuter, getrocknete Tomaten, Oliven, Nüsse ... nur, um noch ein paar weitere potentielle Kandidaten zu nennen. Besonders gut gefallen mir auch diese Parmesan-Pfeffer-Biscotti von der lieben Kekstesterin Anne bzw. von Chili und Ciabatta bzw. von Foodfreak bzw. von Smitten Kitchen. Puh, ganz schön rumgekommen schon, diese Knusperkekse. Die stehen dann auch bei mir noch irgendwann auf dem Plan.