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Sonntag, 10. Oktober 2010

Einbürgerungsessen: Frankfurter Carbonara

Jetzt lebe ich schon über ein Jahr in Südhessen und habe mich die ganze Zeit vor einem regional-kulinarischen Wahrzeichen gedrückt: "Frankfodder grie Soß". Traditionell beinhaltet die Kräuterbombe Borretsch, Kerbel, Kresse, Petersilie, Pimpinelle, Sauerampfer und Schnittlauch, je nach Saison gibt es kleine Abweichungen. Klassisch isst man sie oft mit gekochten Eiern oder Kartoffeln und Rindfleisch. Diese weniger klassische, dafür bestimmt ebenso gute Variante ist für Pasta-Fans wie geschaffen. Un en Bembel Ebblwoi schmeckt dazu auch. 


Hier kommt das Rezept für 4 Personen:
1 Bund Frankfurter Kräuter
2 Eier
200 ml Sahne
500 g Spaghetti
100 g Schinkenspeck, gewürfelt
50 g Parmesankäse, gerieben
Salz, Pfeffer

Die Kräuter kurz abbrausen, trockenschleudern und grob hacken. Zusammen mit den Eiern und der Sahne kurz pürieren. Spaghetti in kochendem Salzwasser al dente kochen. Eine Pfanne ohne Fett erhitzen, Schinkenwürfel darin kurz anbraten. Spaghetti abgießen, dabei etwas vom Nudelwasser auffangen. Die Nudeln mit der Kräuter-Eier-Sahne und 4 EL Nudelwasser in die Pfanne geben und mit dem Schinkenspeck gut vermischen, dabei alles gut durchwärmen. Parmesan unterrühren und mit Salz und Pfeffer würzen. Zum Servieren je nach Geschmack zusätzlich mit Parmesan bestreuen.


Die Rezeptidee stammt aus dem Buch Born to Cook II von Tim Mälzer. Ich habe die Butter weggelassen und Mengen und Zubereitung ein bisschen angepasst.

Sonntag, 20. Juni 2010

Some like it deftig: Gebratene Maultaschen mit Kartoffeln und Chorizo

Nach einem verlängerten Wochenende in der alten Heimat, das ebenso schön wie auch ein bisschen anstrengend war, freut man sich zuhause angekommen über banale Dinge wir genügend Milch im Kühlschrank, um den Kaffedurst am Sonntag-Nachmittag zu stillen oder die Feststellung, dass man den häuslichen Kehrdienst doch nicht verschwitzt hat, sondern erst übernächste Woche aufs Auge gedrückt bekommt. Und dann gibt es die kleinen Schocks: Das Ladegerät vom Handy ist irgendwie weg, die Lieblingsjeans fliegt noch irgendwo unter dem Gästebett herum und (das Schlimmste!) der heimisch-badische Wein steht vergessen in Mamas Kühlschrank! Den seh ich nie wieder! Ja und einkaufen konnte man auch nicht, man hat aber höllisch Hunger. Was tun? Gefrierfach plündern, da liegen noch zwei eingefrorene Maultaschen, im Kämmerchen ein paar Kartoffeln und im Kühlschrank ein Reststück Chorizo. Und Wein-mäßig tut´s am Abend dann eben auch en Hess´!


Rezept für 2 Portionen:
ca. 400 g Kartoffeln
2 Maultaschen
80 g Chorizo
2 EL Öl zum Anbraten, Salz, Pfeffer
Etwas Petersilie, fein gehackt

Zubereitung:
Öl in einer großen Pfanne erhitzen, Kartoffeln schälen und in dünne Scheiben schneiden und im heißen Öl ca. 10 Minuten anbraten. Maultaschen und Chorizo in schmale Scheiben schneiden, zu den Kartoffeln geben und mitbraten, bis alles gar und knusprig gebräunt ist. Ordentlich salzen und pfeffern und mit Petersilie bestreut servieren. 


Das Rezept gibt es öfter, wenn es schnell gehen muss und man großen Hunger oder Lust auf was richtig deftiges (oder beides zusammen) hat. Die Chorizo kann man gut durch in Scheiben geschnittene Bratwurst ersetzen - oder auch ganz weglassen. Das ist sozusagen mein Haus-Fastfood, supereinfach zu machen und schmeckt richtig gut. Ach ja, und es ist ne 1-a Grundlage für das ein oder andere WM-Bierchen. 

Donnerstag, 20. Mai 2010

Trotzt dem Regen: Roter Cous Cous-Salat

Manche Nachrichten schlagen ein wie eine Bombe: Am Samstag gibt es Sonnenschein! Ha! Da werde ich mal in kurzen Hosen fernsehen. Aber ernsthaft, bedeutet das etwa ein Ende des Lebens am Rande der Wetterdepression? Wollen wir es hoffen, ich rede es mir jedenfalls ein und "tue so als ob". Damit fange ich heute schon an, obwohl es dafür natürlich einiger Tätigkeiten bedarf, um das ultimative Sommer-Feeling aufkommen zu lassen: Sonnenbrille auf die Nase, auch wenn´s nur für den Weg zum Briefkasten ist. Morgens mit dem Fahrrad zum Bahnhof und nicht mit der Tram. Den Bikini aus dem Schrank holen, anziehen und Urlaubsfotos vom letzten Jahr anschauen. Einen feinen Sommersalat essen, der mich an Grillparties und ein schönes Beisammensein im Freien erinnert. Aber man bedenke: Es ist Donnerstag und regnet Bindfäden. Die Nachbarn werden mich anschauen als hätte ich nicht alle Tassen im Schrank, wenn ich, hinter dunklen Gläsern verschanzt, die Post hole. Ich werde triefend vor Nässe und unterkühlt am Bahnhof ankommen und den Zug verpassen, weil das dämliche Fahrradschloss mal wieder geklemmt hat. Ich werde ungläubig schauen und denken "Mysteriös, letztes Jahr sah der Bikini irgendwie anders aus...". Bleibt der sommerliche Cous Cous-Salat. Der hält wenigstens, was er verspricht!



Hier kommen die Zutaten für 4 Personen:
250 g Cous Cous
2 EL Tomatenmark
3 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer
1 Paprika
200 g Fetakäse
150 g Kirschtomaten 
3 Frühlingszwiebeln
1/2 Bund Petersilie


Den Cous Cous in 500 ml kochendes Wasser geben, vom Herd nehmen und 10 Minuten quellen lassen. In eine große Schüssel umfüllen, Tomatenmark und Olivenöl zugeben, ordentlich verrühren bis sich der Cous Cous rötlich gefärbt hat. Salzen und pfeffern. Die Paprika waschen, Strunk und Kerne entfernen, erst in Streifen, dann in kleine Stückchen schneiden. Fetakäse mit den Fingern zerbröckeln oder ebenfalls in kleine Stücke schneiden. Kirschtomaten waschen und halbieren, Frühlingszwiebeln in feine Ringe schneiden. Petersilie fein hacken. Wenn der Cous Cous abgekühlt ist, alle Zutaten gut miteinander vermischen, noch einmal mit Salz und Pfeffer abschmecken und servieren. 


Dieser Salat steht schon seit ein paar Jahren ganz weit vorne in der Liste meiner Lieblingsrezepte, er ist schnell zubereitet und ich kann ihn nur allerwärmstens weiterempfehlen. Echt!

Donnerstag, 6. Mai 2010

Blitzgericht: Spinatsalat mit Ei und Parmaschinken

Das Ende der Woche ist in Sicht! Aber Donnerstag bleibt Donars Tag und heute schüttelt der germanische Wettergott sein Zepter (oder was auch immer) gewaltig, lässt den Frühling im Regen versinken und versucht mir auf Teufel komm raus einen fiesen Flashback in den Februar einzujagen. Frechheit! Aber soll sich der Kerl ruhig austoben, die morgendliche Laufrunde klappt auch mit Regenjacke, für den Weg zur Arbeit gibt´s ein wundersames Teil, das nennt sich Schirm, das Blumengießen kann heute ruhig vergessen werden und auf den Tisch kommt trotz allem frühlingshaft junger Spinat. Und so lange das Wochenende weitestgehend in trockenen Tüchern bleibt, ist alles halb so schlimm. 


Hier kommt das Rezept für zwei Portionen:
2 Handvoll junge Spinatblätter
2 hart gekochte Eier, geschält und gehackt
Meersalz, Pfeffer
2 Scheiben Parmaschinken
1 EL Apfelsaft
1 EL weißen Balsamessig
3 EL Olivenöl

Spinat putzen, waschen und trockenschütteln, die Blätter in schmale Streifen schneiden und auf zwei Tellern verteilen. Auf jede Portion ein gehacktes Ei streuen, salzen und pfeffern. In einer beschichteten Pfanne den Parmaschinken ohne Zugabe von Fett knusprig braten und dann über jeder Portion eine Schinkenscheibe zerkrümeln. Saft, Essig und Öl verquirlen und über den Salat träufeln.


Das Rezept stammt aus dem Buch frisch + schnell von Michele Cranston, ich habe es mal wieder ganz leicht abgeändert, denn ich hatte weder Cidre noch Apfelessig im Haus, was ursprünglich als Zutat verlangt wurde, aber irgendetwas "apfeliges" wollte ich doch beimischen. Der Salat ist tatsächlich sehr schnell zubereitet - und auch schnell gegessen, er hat mir nämlich sehr gut geschmeckt.

Sonntag, 25. April 2010

Unverhofft kommt oft: Spinatnudeln mit Chorizo

Wer kennt das nicht: Man hat einen vermeintlich bombensicheren Plan ins Auge gefasst und plötzlich nimmt die ganze Geschichte ein anderes Ende als gedacht. Eigentlich sollte ich ja nur... Ich wollte doch einzig und allein... Ursprünglich war ja geplant, dass...  Auf all diese Satzanfänge folgt dann das berühmte, riesengroße ABER. Eigentlich sollte ich ja nur ein kleines Regal bei Ikea kaufen, ABER dann kam es über mich und ich habe noch ein paar Geschirrhandtücher, Pflanzkübel, Geschenkpapier und Bilderrahmen mitgenommen. Ich wollte doch einzig und allein an diesem Wochenende die Wohnung frühlingsfit machen und vor allem die fiesen, großen Fenster im Wohnzimmer putzen, ABER dann war halt so schönes Wetter und ich habe die Wohnung kaum von innen gesehen. Ursprünglich war ja geplant, dass ich das superlecker aussehende Saltimbocca vom Hähnchen mit sahnigem Spinat von der Chaosqueen nachkoche, ABER dann hat ein mysteriöser Kräutervertilger sämtlichen Salbei dieser Stadt geklaut. So blieb hier vorerst nur die Anregung für die Spinatnudeln und sollte der mysteriöse Kräutervertilger irgendwann mal wieder ein paar Blättchen Salbei rausrücken, werde ich schon noch zu meinem Hähnchen-Saltimbocca kommen. Die gebratene Chorizo war für mich eine wunderbare Alternative und so hat das Wörtchen ABER ganz nebenbei noch zu einem neuen Rezept für ein schnelles, hübsches und feines Abendessen geführt. Erwünschte Nebeneffekte, da steh' ich voll drauf!


Hier kommt das Rezept für 2 Personen:
2 EL Olivenöl
1 Zwiebel, fein gehackt
1 grüne Chilischote, Kerne entfernt und in dünne Ringe geschnitten
400 g frischer Blattspinat, grob gehackt, gewaschen und geputzt
250 g Bandnudeln
100 g Crème Fraîche
Salz, Pfeffer
100 g Chorizo
Parmesan zum Servieren


Olivenöl in einem Topf erhitzen und die gehackte Zwiebel darin glasig dünsten. Chiliringe dazugeben und kurz mitdünsten. Nun den noch feuchten Spinat hinzufügen und ggf. etwas Wasser, Deckel drauf und warten bis der Spinat zusammenfällt. Währenddessen die Nudeln nach Packungsangabe abkochen. Crème Fraîche unter den Spinat und die Chiliringe rühren und kräftig mit Salz und Pfeffer abschmecken. Nudeln abgießen und gut abtropfen lassen. Chorizo in feine Scheiben schneiden und in einer Pfanne ohne Fett scharf anbraten. Nudeln zum Spinat-Gemisch geben, gut verrühren und noch einmal mit Salz und Pfeffer abschmecken. Chorizo-Scheiben untermischen und mit Parmesan bestreut servieren. 

Donnerstag, 15. April 2010

Frühlingsgefühle: Bärlauch-Carbonara mit Serrano-Schinken

Tach auch, ich bin´s, der Bärl... Sshhht! Der Bärlauch ist jetzt mal ruhig und ich reiße den Ton wieder an mich, ist ja schließlich mein Blog und nicht das Ich-bin-ein-Gemüse-und-halte-Euch-ne-Standpauke-Blog. Tatsächlich habe ich Bärlauch noch nie selbst gesammelt. Schade, eigentlich. Als ich noch in Freiburg gewohnt habe, hätte ich dafür genug Gelegenheit gehabt, denn am Rande des Sternwaldes gibt es Bärlauch soweit das Auge reicht. Inmitten sprangen allerdings jeden Tag mehrere Vertreter von Waldi, Bello und Rudi herum und, als er noch lebte, auch mein eigener Hund. Sie holten Stöckchen und hoben das Beinchen. Nee, dann lieber doch nicht. Und selbst wenn ich die von Hunden nicht so stark frequentierten Stellen aufgesucht hätte, meine Mama saß immer in meinem Hinterkopf und rief: Maiglöckchen! Maiiiiglöckcheeeen!!!! Ob ich tatsächlich aus einem Wald voller Bärlauch die einzigen drei Maiglöckchen pflücken würde? Hm. Könnte schon sein. Dann also doch vom Gemüsehändler. Und bis ich in Zukunft auf ein saftiges Bärlauchfeld stoße und meine Kenntnisse bezüglich der Unterscheidung von Pflanzen erweitert habe, werde ich das vorerst auch so beibehalten - schmecken tut es ja genau so gut. Das hier ist mein derzeitiger Bärlauch-Favorit:


Hier kommt das Rezept für 4 Portionen:
1 Bund Bärlauch 
100 g Sahne
2 Eigelb
Salz, Pfeffer
1 Zwiebel
100 g Serrano-Schinken
500 g Linguine
3 EL Olivenöl
geriebener Parmesankäse


Bärlauch waschen, trockenschütteln, in Streifen schneiden und mit der Sahne pürieren. Die Eigelbe unterrühren und mit Salz und Pfeffer würzen. Zwiebel schälen und fein hacken und den Schinken in Streifen schneiden. Dann die Linguine kochen und abgießen. Öl im Nudeltopf erhitzen und die Zwiebel glasig dünsten. Die Linguine wieder dazu in den Topf geben und Bärlauchcreme sowie Schinken unterrühren. Vor dem Servieren mit grob geriebenem Parmesankäse bestreuen.

Quelle: Bahnhofsbuchhandlung...? Fast. Ich habe dort eine Ausgabe von "Meine Familie und ich" durchgeblättert, da war ein sehr ähnliches Rezept mit Parmaschinken drin, das mir die Anregung verschafft hat. Neu war mir, dass nur das Eigelb für die Carbonara verwendet wird - hat sehr gut geschmeckt.

Donnerstag, 4. Februar 2010

Klein aber fein: Birnen-Galettes

An und für sich habe ich nichts gegen Spontanbesuche - sofern sie mindestens eine Stunde im Voraus telefonisch angekündigt werden. Dann habe ich noch genügend Zeit um etwaige Unpässlichkeiten aus dem Weg zu räumen und Vorbereitungsmaßnahmen zu ergreifen: Die Gurkenmaske vom Gesicht kratzen, die Spülmaschine einräumen, den Prosecco kaltstellen, die Jogginghose mit etwas Ansehnlicherem tauschen, schnell und heimlich die kitschige Vorabendserie fertigschauen und natürlich noch ein paar Häppchen zubereiten! Sollte es doch schon vorher klingeln, stelle ich mich tot. Oder trinke einen Prosecco auf Ex und winke die Meute herein - und locker mit links mache ich dann nebenbei diese kleinen Birnen-Galettes.

 

Hier ist das Rezept für 8 kleine Galettes:
1 Packung Blätterteig aus dem Kühlregal
2 Eier
60g Zucker
100g gemahlene Mandeln
1-2 Birnen
Zimt und Zucker zum Bestreuen

Zubereitung:
Backofen auf 200°C vorheizen. Den Blätterteig in 8 gleich große Rechtecke teilen. Eier mit dem Zucker schaumig rühren und die gemahlenen Mandeln unterheben. Die Blätterteigstücke mit der Masse bestreichen. Birnen waschen und in ca. 3mm dicke Spalten schneiden. Jeweils eine Scheibe auf die acht Galettes legen und etwas festdrücken (Oder die Birnen in Stücke hacken und auf den Galettes verteilen). Mit Zimt und Zucker bestreuen und im Ofen ca. 20 - 25 Minuten backen, bis die Oberfläche gebräunt ist.