Es ist Apfelzeit, das merkt man alleine schon daran, dass die Apfelkuchen-Rezepte gerade wieder Hochsaison haben. Ich freue mich sehr darüber, denn es gibt doch kaum etwas schöneres, als an einem grauen, kalten Herbstnachmittag mit einer Tasse dampfendem Kaffee und einem großen Stück frisch gebackenem, noch warmem Apfelkuchen auf dem Sofa zu sitzen.
Meine Familie besitzt seit vielen Jahren ein kleines Apfelbaumgrundstück am Waldrand. Früher, als ich die Ferien oft bei meiner Oma auf dem Land verbracht habe, war es selbstverständlich, dass alle bei der Apfelernte geholfen habe. Mit langen Holzstöcken wurden die Äpfel erst von den Bäumen geschlagen und dann vom Boden in großen Säcken gesammelt. Dann fuhr man zur Kelterei der Familie Ziegler um die Äpfel zu Saft zu pressen. Der Saft wurde dann in großen Tanks im Keller meiner Oma gelagert und vergor im Laufe der Zeit zu Apfelwein, von dem sich mein Opa jeden Tag ein Gläschen genehmigte. Heute werden die Äpfel nicht mehr selbst gekeltert, ein paar Säcke werden noch gesammelt und der Rest bleibt liegen für die Pferde, die nun das ganze Jahr über eine natürliche Grundstückspflege betreiben. Was bleibt, sind schöne Erinnerungen. Zum Beispiel daran, wie wir beim Keltern direkt aus der Presse den frisch gespressten Saft getrunken haben - dieser Geschmack ist unvergleichlich. Und ich bin immer wieder sehr froh darüber, dass ich als eigentliches "Stadtkind" die Möglichkeit habe, immer wieder zu meinen Lieben auf´s Land zu fahren.
Den Apfelkuchen, den man auf den Bildern sieht, habe ich schon Anfang letzter Woche gebacken und wollte euch heute eigentlich das Rezept dafür liefern. Aber, und das ist mir ja noch nie passiert: Ich finde es nicht mehr! Ich weiß nur noch, dass es aus irgendeiner Zeitschrift stammte, ich habe geblättert, verglichen und gesucht, ja zum Hirsch bin ich deswegen fast geworden. Schmand und Marzipanrohmasse sind meine einzigen Anhaltspunkte. Aber trotzdem nichts gefunden, war das der Apfelwein??? Stattdessen preise ich eben noch einmal eines meiner Lieblingsrezepte, nämlich diese französische Apfeltarte, an.
Hier kommen noch ein paar andere schöne Apfelkuchenrezepte (unter noch vielen mehr): Bei Nur das gute Zeugs gibt es gleich ein ganzes Blech, Lamiacucina backt einen riesen Apfelpfannkuchen, auf Barbaras Spielwiese wartet ein Traum mit Schuss und Baiserhaube und Foto e Fornelli verrät uns gar ein feines Mama-Rezept.






