Sonntag, 22. November 2009

Französische Apfeltarte mit Pinienkernen: Je kleiner, desto öfter

Zu einem samstäglichen Shopping-Trip gehört für mich der mehrstündige Aufenthalt in einem großen Küchenutensilien-Kaufhaus. Eigens dafür habe ich mir ein meditatives Mantra erschaffen („Dein Geldbeutel ist gaaaaaaanz leeeeeeeeeer!“), aber ach, es fällt mir ja immer so schwer mich darauf zu konzentrieren und ich entdecke immer wieder etwas, das ich doch tatsächlich noch ganz ganz dringend in meiner Küche benötigen könnte. Wie andere sich einen begehbaren Kleiderschrank wünschen, so wäre für mich ein begehbarer Geschirrschrank das höchste der Gefühle! Regale voll mit Tellern, Schüsseln, Töpfen und Pfannen, lange Reihen voller Gläser, Tassen und Schälchen, hübsche Kisten gefüllt mit Plätzchenausstechern, Dessertringen und Dariolförmchen, Schubladen voller Tischwäsche und Backformen. An den Wänden Haken mit allerlei Küchenhelfern und Leisten voller Messer und ... hoppla, schon wieder abgeschweift! Gestern habe ich mir jedenfalls etwas wirklich Praktisches gekauft, und ich habe mich im Nachhinein gefragt, wie ich bisher darauf verzichten konnte: Eine Mini-Kuchenform. Frei nach dem Motto „je kleiner desto öfter“ kann mich nun meinem Backwahn hingeben. Die Form musste ich natürlich gleich feierlich einweihen und was eignet sich dafür besser, als ein einfaches, oft gebackenes, immer wieder köstliches Lieblingsrezept: Französische Apfeltarte mit Pinienkernen.
Zutaten (die Angaben sind für eine Springform mit einem Durchmesser von 26cm, ich habe einfach die Hälfte genommen):

Mürbteig:
200g Mehl
100g Butter
50g Zucker
eine Prise Salz
1 Eigelb
2 EL kaltes Wasser

Belag:
4 Äpfel (eine säuerliche Sorte wählen, insg. ca. 800 g)
200g Crème Fraîche
50g Puderzucker
2 Eier
2 EL Aprikosenmarmelade
2 EL Zitronensaft
2 EL Pinienkerne
Extra: Fett für die Form, Puderzucker


Die Teigzutaten gut verkneten, die Form einfetten und den Teig dünn ausrollen (am Besten auf einer bemehlten Arbeitsfläche). Dann in die Form legen und dabei einen 3cm hohen Rand formen. Ab in den Kühlschrank! Derweil den Ofen auf 200°C vorheizen. Den Puderzucker über die Eier sieben und mit dem Handrührgerät schaumig rühren (ruhig ein paar Minuten, dann wird nachher alles schön cremig). Dann die Crème Fraîche und den Zitronensaft unterheben. Die Äpfel schälen, vom Kerngehäuse befreien und in schmale Spalten schneiden. Nun die Hälfte der Crème auf dem Teig verteilen, die Äpfel kreisförmig und leicht überlappend darauf verteilen. Die restliche Crème darüber geben. Die Form ganz leicht hin und her schütteln, dann verteilt sich die Crème besser und die Oberfläche wird glatter. Jetzt im vorgeheizten Ofen 15 Min. backen.
In einem kleinen Töpfchen die Aprikosenmarmelade erhitzen, aufpassen, dass sie nicht kocht. Dann durch ein Sieb streichen und vorsichtig über die Äpfel und die Crème pinseln. Die Pinienkerne darüber streuen und alles leicht mit Puderzucker bestäuben. Anschließend 10-15 Min. fertig backen. Tarte auskühlen lassen und zum Anrichten noch einmal mit Puderzucker bestäuben.

Kommentare:

fretsch hat gesagt…

hallo mein herz! herzlichen glückwunsch zu deinen suuuuuper geilen blog! die rezepte hören sich superlecker an und deine photos, RESPEKT!!!!!!!!!!!bin mehr als beeindruckt! ich mach mich nachher an die apfeltarte, mal sehen ob die bei mir auch so schön fluffig wird wie aufm bild!
finde den blog echt klasse, wie kann ich den denn ins abo nehmen, hab das nicht gerallt...
viele begeisterte küsse,
fretsch

Christina hat gesagt…

:-X

Heni hat gesagt…

Kann mich der Faretsch nur anschliessen - aber die Apfeltarte mach' ich in ner grossen Form, bei so ner kleinen werd' ich Fresstante ja nicht satt!

Christina hat gesagt…

Hach Meidlies, ich freu mich, dass es euch gefällt :-)

Emmy hat gesagt…

Mein erstes Rezept, was ich von diesem Blog gemacht habe - zum Niederknien wie Jamie Oliver zu sagen pflegt. :-)
Danke übrigens für diesen tollen Blog, der hat neuen Schwung und Kochlust in meine Küche gebracht! Merci beaucoup!!

Christina hat gesagt…

Liebe Emmy, danke DIR, ein schöneres Kompliment hättest Du mir gar nicht machen können! Ich freue mich total, dass ich dazu beitragen darf, dass es in Deiner Küche wieder schwungvoller zugeht. :-)