Montag, 19. August 2013

Überbackene Riesen-Zucchini mit Auberginen und Kirschtomaten: Eliminierungsauftakt

Ich wusste, ich kann mich auf euch verlassen! Mit euren vielen tollen Vorschlägen für Zucchini-Rezepte ging es unserem „Mitbewohner“ nun endlich an den Kragen, wir wollen unsere Wohnung ja schließlich auch mal wieder für uns alleine haben und nicht jeden Tag die riesenhafte Zucchini-Keule aus dem letzten Beitrag von Pontius zu Pilatus schleppen, nur weil sie nirgendwo so richtig Platz hat. Beginnen möchte ich mit einem Rezept, das mir sowohl Micha von Grain de Sel als auch eine liebe unbekannte Leserin (oder ein Leser?) vorgeschlagen haben: Die wundersamen gebackenen Zucchinikeulen von Robert, hier im Originalrezept. 
Weil ich auch noch eine halbe Aubergine und ein paar sowieso schon dezent angeschrumpelte Kirschtomaten da hatte, habe ich ein bisschen variiert und eine Art Zucchini-Auflauf gemacht. Heraus gekommen ist ein schnelles, feines und vegetarisches Wohlfühlabendessen, das – ob mit oder ohne Variante – auf jeden Fall ins Zucchini-Rezepte-Repertoire mit aufgenommen wird. Danke euch! 

Überbackene Zucchini mit Auberginen und Kirschtomaten


Hier kommt das Rezept für eine Person für eine Auflaufform von etwa 20x30 cm (hab gerade sturmfreie Bude und muss die Riesen-Zucchini in Etappen essen ;-)): 

10 Scheiben Riesen-Zucchini, etwa 3 mm dick (wenn sie innen zu holzig sind, Kerne rausschneiden) 
½ Aubergine, in 1 mm dünne Scheiben geschnitten (sie brauchen ein wenig länger als die Zucchini, deswegen machen wir sie dünner) 
eine Handvoll Kirschtomaten 
1 Knoblauchzehe, fein gehackt 
Salz, Pfeffer 
2 EL Sahne 
Oregano 
Parmesankäse 

Backofen auf 230 Grad vorheizen. 
Zucchinischeiben mit Auberginenscheiben überlappend in die Auflaufform schichten. Kirschtomaten und Knoblauch darüber verteilen. Kräftig salzen und pfeffern. Sahne darüber träufeln und mit Oregano und fein geriebenem Parmesankäse bestreuen.
Im vorgeheizten Backofen auf der mittleren Schiene überbacken, bis der Käse und das Gemüse leicht gebräunt sind (waren bei mir ca. 15 Minuten).

Überbackene Zucchini


Die Riesen-Zucchini war entgegen meiner Befürchtungen übrigens überhaupt nicht bitter, Glück gehabt! Und das war natürlich erst der Gipfel des Eisbergs (bei knapp 3 Kilo Zucchini all in one quasi kaum zu sehen, dass da was fehlt), ich habe mir aber schon ein paar Rezepte von euch ausgesucht, die ich unbedingt noch ausprobieren möchte.

Überbackene Zucchinikeulen

Ich wünsche euch einen schönen Wochenstart, bis nächstes Mal!



Montag, 12. August 2013

Neuer Mitbewohner: Monströse Riesen-Zucchini

Himmel, der Sommer rennt und ich renne hinterher – aber hier ein kurzes Zwischen-Hallo mit einer kleinen Präsentation eines großen ... äh, Dings. Ehrlich, ich bin immer noch ein bisschen sprachlos. Am Wochenende haben wir ein riesenhaftes Zucchini-Exemplar geschenkt bekommen, das meine kühnsten Zucchini-Träume schier übertrifft. Damit ihr euch ein Bild machen könnt, folgt hier ein „Selbstportrait mit Gemüse“. 

Riesen-Zucchini

Da es zur Cucurbita pepo subsp. pepo convar. giromontiina monstruosa noch keinen Wikipedia-Eintrag gibt, trage ich euch hier kurz und bündig meine eigenen Forschungsergebnisse zusammen: 

- wächst und gedeiht am besten im Darmstädter Stadtrandklima 
- beim Transport mit der Straßenbahn ist unter Umständen ein eigener Fahrschein erforderlich. 
- weckt ggf. seltsame Assoziationen bei Passanten 
- passt nicht in die Gemüsebox und auch nicht in den Kühlschrank (saß deswegen bisweilen neben uns auf dem Sofa)
- neigt dazu, von seinen Besitzern ob seiner Außergewöhnlichkeit personifiziert zu werden (habe heute Morgen innerlich „Guten Morgen, Zucchinator“ gemurmelt und ihn getätschelt) 
- trainiert die Oberarmmuskulatur besser als Jillian Michaels 
- weitere Bezeichnungen: Zucchinator, Ihre grüne Keuligkeit, das Ding 
- Anwendungsgebiete: Verzehr, Hantelersatz, Notwehr 

Einzig, was mir noch fehlt: Passende Zucchini-Rezepte. Da diese grüne Monstrosität wahrscheinlich unseren Bedarf für die nächsten Wochen deckt, werde ich also mal nach ein paar Köstlichkeiten Ausschau halten. Und wenn ihr ein Rezept habt, dass ihr mir wärmstens empfehlen könnt, please let me know. 

Bis ganz bald & habt eine tolle Woche! 

Montag, 29. Juli 2013

Rucola-Salat mit gegrillten Weinbergpfirsichen und Büffelmozzarella: Blitzgericht bei Sommergewitter

Wenn es nach ein paar sehr heißen Tagen regnet, werden die Tropfen oft zu Bindfäden und begleitet von Blitz und Donner. Eigentlich mag ich Gewitter wirklich gerne. Ich liebe diese Stimmung, wenn sich die Welt da draußen auf einmal verdunkelt, wenn die Luft fast knistert und der Wind durch die Blätter und meine Haare rauscht. Am schönsten ist es, wenn man draußen ist und die Gewitterluft riechen kann, die erfrischende Kühle einen umfängt und man die Umgebung stiller werden hört, ganz so, als überlasse sie das Wort nun der Natur. Als Kind bin ich dabei seelenruhig weiter meine Bahnen geschwommen oder mit dem Rad am Fluss entlang gefahren, sehr zum Schrecken meiner Mutter, die mich schon Comic-like mit Elektrizität bis ins Mark erschüttert und nur noch als zackiges Männchen durch die Gegend wandeln sah. Ich dagegen war felsenfest davon überzeugt: Wer Turnschuhe mit Klettverschluss trägt, ist so cool, dass ihm nicht mal die Naturgewalten etwas anhaben können.


Heute mache ich es mir mit einem guten Buch auf dem Lieblingssessel gemütlich, wenn es draußen donnert und blitzt, oder mache mit einem schönen bunten Salat mit gegrillten Pfirsichen mein persönliches Konterprogramm zu dunklen Gewitterwolken. Ich esse übrigens zum ersten Mal Weinbergpfirsiche. Oder Plattpfirsiche. Oder Ufo-Pfirsiche. Sie haben mich auf dem Markt so angelacht und waren noch knackiger als die runden – was mir fürs Grillen gerade Recht kam. Zusammen mit kräftigem Büffelmozzarella, scharfem Rucola und duftendem Basilikum steht so ruckzuck ein zum Wetter sprichwörtlich passend wahres Blitzgericht auf dem Tisch. Ach so, ja. Grillen bei Gewitter ist natürlich so eine Sache: Weil ich mir das mit dem Dasein als Zickzackmännchen im Nachhinein noch mal überlegt habe, habe ich die Pfirsiche und das Brot einfach auf dem Tischgrill geröstet. Geht natürlich auch im Backofen und zur Not in der Bratpfanne. Letztere gibt halt nicht so schöne Streifen, aber darüber kommen wir hinweg, oder?




Hier kommt das Rezept für Rucola-Salat mit gegrillten Weinbergpfirsichen für 2 Portionen: 


1 Handvoll 
Kopfsalatblätter 
1 Handvoll Rucola 
1 kl. Handvoll Basilikum 
2 Weinbergpfirsiche 
1 Kugel Büffelmozzarella 
2 EL Olivenöl 
2 EL Pinienkerne 
Meersalz, frisch gemahlener Pfeffer 

Für das Dressing 
5 EL Olivenöl 
3 EL Balsamico-Essig 
Einen guten Schuss Honig (etwa 1 EL) 
Salz, frisch gemahlener schwarzer Pfeffer 

Außerdem: Etwas Weißbrot (geht auch prima als Resteverwertung mit Brot vom Vortag, es soll sowieso schön knusprig werden), Olivenöl, Salz, Pfeffer, Basilikum



Zubereitung: Salat waschen und gut trockenschleudern. Basilikumblätter abzupfen. Pfirsiche entkernen und Fruchtfleisch in ca ½ cm dicke Spalten oder Scheiben schneiden. Mozzarella in Stücke zupfen und auf einem Teller mit Olivenöl, etwas Salz und Pfeffer marinieren. Für das Dressing alle Zutaten in einem Shaker gut vermischen, bis sich eine Emulsion bildet. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Pinienkerne in einer beschichteten Pfanne ohne Fett goldbraun rösten, beiseite stellen. Salate und Basilikumblätter auf zwei Tellern anrichten, marinierten Mozzarrella darüber geben und mit Dressing beträufeln. Die Pfirsichspalten auf dem heißen Grill kurz von beiden Seiten je eine Minute anbraten und auf dem Salat verteilen. Pinienkerne über den Salat streuen. (Ich habe die Pfirsiche vor dem Grillen übrigens mit etwas Dressing beträufelt, man kann sie aber auch nur pfeffern und mit Olivenöl benetzen.) Weißbrot in Scheiben schneiden, mit etwas Olivenöl beträufeln und mit Salz und Pfeffer würzen. Auf dem Grill auf beiden Seiten kurz anrösten und mit gehacktem Basilikum bestreuen. Zum Salat servieren.



Habt eine schöne Sommerwoche, bis bald!