Freitag, 9. Januar 2015

Selbst gemachte Müsliriegel mit Kokos und Cranberry und Apfel-Pekannuss-Energiekugeln: Hello 2015

Hey, da seid ihr ja! Ich wünsche euch auch noch ein superschönes, gesundes und glückliches neues Jahr und hoffe, ihr hattet alle eine schöne Zeit mit euren Lieben und einen guten Rutsch! Ein paar Tage nachdem die heiligen drei Könige ihr Care-Paket abgeliefert haben, kommt meinerseits auch eins - für euch, für mich, zwar ohne Klunker und Kräuter, dafür mit einer geballten Ladung Power fürs neue Jahr: Selbstgemachte Müsliriegel und Energiekugeln. Ganz ohne Backofen und nur mit gesundem Zeugs. Das kommt dem einen oder anderen nach den Feiertagen und zum Start in den Alltag vielleicht auch ganz gelegen - mir zumindest, denn nachdem ich das leichte Kratzen im Hals seit dem Abend vor Silvester an Silvester noch mit Prosecco desinfiziert und mit fettreichem Essen geschmiert habe, kam am Tag nach Silvester der grippale Infekt in seiner vollen Pracht zutage und hat mich quasi bis gestern schachmatt gesetzt. Aber ich wäre ja nicht ich, wenn ich nicht zumindest einen Teil meiner Urlaubszeit im Bett verbringen würde. ;-) Ach, ihr kennt das … 

Müsliriegel selber machen: Mit Kokos und Cranberrys
Vor ein paar Jahren habe ich schonmal Energiekugeln selbst gemacht, mein zweiter Versuch hier mit Äpfeln und Pecannüssen ist von der Konsistenz etwas anders, nicht so „dicht“, was daran liegt, dass ich die Fruchtstücke nicht ganz so klein gehackt habe. Und sie schmecken schon sehr kräftig nach Apfel. Ist ja auch viel Apfel drin. Ähm. Die Energiekugeln sind ruckzuck gemacht und halten sich im Kühlschrank locker ne Woche, am besten packt ihr sie in eine luftdichte Dose oder deponiert sie gleich auf der Arbeit, denn wenn das kleine Nachmittagssüßgelüst kommt, könnt ihr zumindest einigermaßen gesund reinhauen.
Wobei ich gestehen muss: Die wahren Stars im heutigen Beitrag sind die selbstgemachten Müsliriegel. Verdammtes Suchtpotenzial!! Durch die Cranberries und ein bisschen Honig schön süß, durch Kokosflocken und Kokosöl angenehm „kokosig“ (hihi, hallöchen Cousini ;-)). Sogar der Mann hat das „exotische Vogelfutter“ weggeknuspert wie nix. Und sie sind so schnell und einfach gemacht, ich bin wirklich ganz begeistert und mehr als sicher, dass das in dieser Kombination jetzt erstmal THE Müsliriegelrezept für mich bleiben wird.

Müsliriegel selbstgemacht mit Cranberries und Kokos




Hier kommt das Rezept für 6 selbst gemachte Müsliriegel mit Kokos und Cranberry

100 g Haferflocken
1 EL gemahlene Mandeln
2 EL Kokosflocken
50 g getrocknete Cranberries, grob gehackt
30-40 ml Kokosöl
2-3 EL Honig (je nach dem wie süß ihr es mögt und falls ihr gesüßte Cranberries erwischt, könnt ihr beim Honig ruhig etwas weniger nehmen bzw. für die vegane Variante einfach ein anderes Süßungsmittel).

Die Hälfte der Kokosflocken fein shreddern (klappt meist auch mit `nem Pürierstab). Mit Mandeln, Kokosflocken und den verbleibenden Haferflocken mischen. Die gehackten Cranberries zufügen.
In einem kleinen Töpfchen Kokosöl und Honig bei geringer Hitze schmelzen und in die Haferflockenmischung geben. Alles gut vermischen und dann in eine Form pressen. Ich habe eine Mini-Kastenkuchenform genommen etwa 10x20 cm, so bekommen eure selbstgemachten
Müsliriegel später eine Höhe von etwa 1 1/2 cm.
Damit das ganze schön fest wird, habe ich die Form für eine halbe Stunde ins Gefrierfach gestellt, dann den Boden kurz mit heißem Wasser übergossen und so ließ sich der „Riesenmüsliriegel“ ganz einfach mit Hilfe eines Messers aus der Form lösen. Dann in 6 Stücke schneiden und in einer luftdichten Dose im Kühlschrank aufbewahren. Hält sich etwa 5 Tage.

Die Vorlage für die selbstgemachten Müsliriegel habe ich hier gefunden.


Rezept für selbstgemachte Müsliriegel

Hier kommt das Rezept für 6 vegane Energiekugeln mit Apfel und Pekannüssen

5 kleine getrocknete Datteln
80 g getrocknete Apfelringe
eine kleine Handvoll Pekannüsse
1 TL Apfeldicksaft (ihr könnt auch ein anderes Süßungsmittel eurer Wahl nehmen)
1/2 TL Zimt
1 EL gemahlene Mandeln oder andere gemahlene Nüsse (optional, falls ihr eure Energiekugeln etwas dichter haben wollt)

Zubereitung:
Datteln entsteinen und zusammen mit den Apfelringen fein hacken oder in einem Mixer shreddern. Pekannüsse auf die gewünschte Größe hacken. Datteln, Apfelringe und Pekannüsse zusammen mit den restlichen Zutaten in einer Schüssel gut mit den Händen verkneten. Mit den Händen 6 Kugeln mit einem Durchmesser von etwa 3 cm formen (falls euch der Teig zu klebrig ist, macht die Hände ein bisschen nass).

Apfelringe und Pekannüsse

Habt ein tolles Wochenende und bis bald!

Donnerstag, 11. Dezember 2014

Walnuss-Cantuccini: Was lange währt, wird endlich gut

Allen, die zumindest einigermaßen gerne backen und kochen, muss ich das mit den gefühlt 438946 vorgemerkten Rezepten für den nächsten Gästebesuch, die nächste Grillparty, das nächste Brunch mit den Mädels, den nächsten faulen Abend auf der Couch, die nächste Fischvöllerei wenn der Mann aus dem Haus ist oder eben für die nächste Weihnachtszeit natürlich nicht erzählen. Dieses Jahr habe ich mir aber hoch und heilig geschworen, mich auf 10 Plätzchenrezepte zu beschränken, meine 5-die-immer-dabei-sein-müssen-sonst-spritzt-Blut-und-fliegen-Gedärme-Plätzchen eingeschlossen: Das sind meine heißgeliebten, hübschen, allerleckersten und seit der Grundschule jedes Jahr auf dem Plätzchenteller die Pole-Position einnehmenden Zimt-Shortbread, außerdem einfache Butterplätzchen, Nickys Cocoa Hazelnut Spritz Cookies, meine Lieblingsglühweinplätzchen, die eigentlich ein Kuchen sind (Rezept kommt irgendwann, wenn ich es schaffe sie zu fotografieren bevor sie aufgegessen sind), und seit neustem die supereinfachen und unglaublich leckeren Macadamia Cookies mit weißer Schokolade von Moeys Kitchen.
 
Cantuccini selber machen

Ein Rezept, das schon seit zwei Jahren in einem ARD Buffet-Heftchen mit einem dicken Post-it markiert ist und zu meinen Plätzchen-Neuzugängen dieses Jahr gehört, besteht aus einer großen Hand voll Walnüssen, ein paar Cranberries und sonst nicht viel, ergibt aber ein Blech voller ganz besonders gut schmeckender Cantuccini, die in Zukunft ganz nicht nur an Weihnachten mein Herz höher schlagen lassen. Denn sie sind nicht nur beim Adventskränzchen zum Kaffeeditschen tippitoppi geeignet, sondern auch unterm Jahr und zum Verschenken sowieso, in einem hübschen Papiertütchen mit Etikett und *pling*, fertig ist der Lack. ;-)

Cantuccini mit Walnuss und Cranberry
Hier kommt das Rezept für etwa 50 Walnuss-Cantuccini mit Cranberrys:

50 g getrocknete Cranberries
125 g Walnüsse
1 TL geriebene Orangenschale
125 g Mehl
1/4 TL Backpulver
1 Prise Salz
100 g brauner Zucker
1 Sternanis
1 Ei
20 g Butter
2 Päckchen Vanillezucker

Backofen auf 180 Grad vorheizen. Cranberries und Walnüsse grob hacken. Geriebene Orangenschale, Mehl, Backpulver, Salz und Zucker mischen. Sternanis in einem Mörser fein zermahlen und untermischen. Ei etwas verquirlen und zusammen mit der Butter in Stückchen unter die Masse kneten. Gehackte Cranberries und Walnüsse unterheben. Teig in drei Portionen teilen und jede auf wenig Mehl zu einer Rolle mit einem Durchmesser von etwa 3 cm rollen. Rollen in Vanillezucker wälzen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und leicht flach drücken. Im vorgeheizten Backofen 25 Minuten backen. Herausnehmen, leicht abkühlen lassen und dann die Rollen schräg in etwa 1 - 1 1/2 cm breite Stücke schneiden. Mit den Schnittflächen nach oben auf das Blech legen und weitere 15-20 Minuten knusprig backen. Anschließend gut auskühlen lassen. Luftdicht verpackt halten sie sich mindestens 4 Wochen.

Cantuccini Rezept mit Walnüssen und Cranberrys

Habt eine schöne Restweihnachtswoche und bis bald!

Sonntag, 23. November 2014

Und jetzt auch noch der beste Käsekuchen: Mit Mandelkruste und Kirsch-Konfitüre, wooohooo!

Herrje und hallöchen, es gibt schon wieder Kuchen!!! Aber das muss einfach sein, denn dieser Käsekuchen ist der beste, den ich seit langem gegessen habe - wenn man halt Käsekuchen „mit noch irgendwas anderem dabei“ so gerne mag wie ich. Und außerdem habe ich ihn zum 92. Geburtstag unserer Omi gebacken, die sich am vorvorvergangenen Sonntag gewünscht hat, dass

a) ihre Enkelinnen zuerst mit ihr in die Kirche gehen (Oma rein ins Auto, standesgemäß für die Dorfälteste filmreif direkt vor den Eingang gefahren, eine hakt sie unter und führt sie zur Bank, Oma will in die erste Reihe, Hallelujah, Himmel hilf, die andere parkt solange die Karre, kommt dann ganz hinten zur Tür rein und macht ein oskarreifes Gesicht - wenn es sie gäbe, dann in der Kategorie „Best Drama“ - als ihr schwant, dass ihr eine unfreiwillige Einzelprozession durchs gesamte Kirchenschiff droht bevor sie am Platz ist) und danach

b) wir mit ihr essen gehen, wobei das Geburtstagskind einen halben Liter alkoholfreies Bier im Riesenhumpen ordert (die Hefe sei gut fürs Herz, sagt der Arzt), während die Nachbrut brav Fruchtschorle gluckert, was uns in dem winzigen Dorfrestaurant im fränkisch geprägten Norden Baden Württembergs die uneingeschränkte Aufmerksamkeit der übrigen Gäste bescherte, denn die konnten das Bieretikett ja nicht lesen. Eine tolle Sause! ;-)

Der beste Käsekuchen der Welt


Wie dem auch sei, der Käsekuchen war auch deswegen so gut, weil ich mich ausnahmsweise mal fast ans Rezept gehalten habe (meine Freestyle-Käsekuchen sind quasi allesamt gescheitert) und weil er durch die Marmelade noch eine extrasüßsäuerliche Zulage und mit den Mandeln eine schöne Knusperkruste bekam. Für mich muss Käsekuchen fein zitronig schmecken, deswegen habe ich statt nur der geriebenen Zitronenschale noch ein wenig Zitronensaft an die Masse gegeben. So war er perfekt, nicht zuletzt auch deswegen, weil die Konsistenz schön schnittfest und genau so war, wie ein guter Käsekuchen für mich sein sollte. Uneingeschränkt empfehlenswert, tatatataaaaahhhh!

Der beste Käsekuchen der Welt



Hier kommt das Rezept für den besten Käsekuchen mit Mandelkruste

Zutaten für eine Springform mit Durchmesser 28 cm (Achtung, der Kuchen muss ein paar Stunden auskühlen, wenn also um 5 Gäste kommen, solltet ihr spätestens um 12 damit anfangen):

225 g Mehl
75 g + 1–2 TL Puderzucker
1 Päckchen Bourbon Vanillezucker
abgeriebene Schale + Saft von 1/2 unbehandelten Zitrone
Salz
150 g kalte + 250 g weiche Butter
250 g Zucker
6 Eier (Größe M)
2 Päckchen Puddingpulver "Vanille-Geschmack" (zum Kochen)
500 Magerquark
250 g Speisequark 20%
250 g Speisequark 40 %
(ihr könnte auch ein ganzes Kilo Magerquark nehmen, so steht es im Originalrezept, ich mische immer ganz gerne und schwöre darauf, dass der Kuchen so noch VIEL feiner schmeckt)
200 g Kirsch-Konfitüre
ca. 60 g Mandelblättchen
Mehl zum Ausrollen
Fett für die Form
Sonstiges: Frischhaltefolie

Der beste Käsekuchen der Welt


Für den Käsekuchenteig:
Mehl, 75 g Puderzucker, Vanillezucker, die Hälfte der abgeriebenen Zitronenschale, 1 Prise Salz, 150 g kalte Butter in Stückchen und 2 EL kaltes Wasser erst mit den Knethaken des Handrührgeräts, dann mit den Händen schnell zu einem glatten Teig verkneten. In Folie wickeln und mindestens 30 Minuten kalt stellen.

Backofen auf 200 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine Springform leicht fetten. Etwa 300 g Teig auf bemehlter Arbeitsfläche rund ausrollen und auf den Formboden legen. Restlichen Teig halbieren und 2 ca. 34 cm lange Rollen formen. Die Rollen innen an den Formrand legen und mit den Fingern etwa 3 cm hoch andrücken. Den Teigboden mehrmals mit einer Gabel einstechen und im vorgeheizten Backofen auf der unteren Schiene ca. 20 Minuten backen.

250 g weiche Butter, Zucker, 1 Prise Salz und die übrige Hälfte der abgeriebenen Zitronenschale in eine große Schüssel geben und mit den Schneebesen des Handrührgeräts 2 Minuten verrühren. Eier und Puddingpulver miteinander verrühren, Quark und Zitronensaft unterheben und dann alles mit der Butter zu einer glatten Creme verrühren.

Den fertigen Mürbeteigboden aus dem Backofen nehmen. Temperatur auf 175 Grad herunterschalten. Mürbeteigboden mit Konfitüre bestreichen, die Quarkcreme daraufgeben und mit der Hälfte der Mandelblättchen bestreuen. Den Käsekuchen in den Backofen geben und ca. 1 1/4 Stunde backen. Nach etwa 30 und 50 Minuten Backzeit den Kuchen jeweils rundherum mit einem Messer vom Rand lösen. Den fertigen Kuchen 5–10 Minuten im ausgeschalteten Ofen ruhen lassen.

Kuchen in der Form auf einem Kuchengitter etwa 4 Stunden auskühlen lassen, je länger, je besser. Die restlichen Mandelblättchen in einer Pfanne ohne Fett rösten, sofort herausnehmen und auskühlen lassen. Kuchen aus der Form lösen, mit Mandelblättchen bestreuen und mit 1–2 TL Puderzucker bestäuben. Die Inspiration für den Kuchen stammt von lecker.de 

Der beste Käsekuchen der Welt


Hach ja, es klingt nun zum Schluss ein bisschen (ok, ein bisschen sehr) pathetisch, aber knuddelt eure Lieben, solange sie noch da sind. Redet mit ihnen, schließt Frieden, lasst euch erzählen, merkt euch die Geschichten, die Gesten, das Lachen (die Rezepte! ;-)). Denn die Erinnerung bleibt, wenn sie irgendwann eben nicht mehr da sind. Viel zu oft müssen viel zu viele von uns in letzter Zeit erfahren, dass Menschen von dieser Welt gehen, mit denen man noch so viel erleben wollte. Das macht einen oft bestürzt, manchmal wütend, immer traurig, auch wenn man weiß, dass es der Lauf der Dinge, des Schicksals ist und man dankbar sein darf (und es auch ist) für die Zeit, die man miteinander erlebt hat. Dennoch, man möchte die Menschen, die man liebt, nie nie nie verlieren und wünscht sich, dass sie hundert Jahre alt werden. Hundertvierundzwölfzig! Mindestens!! Darauf ein Stück Käsekuchen! :-) Habt eine schöne Woche & bis bald!