Pizza. Dieses Wort weckt bei mir eine Assoziationskette von der frühsten Jugend bis heute und hinterlässt eine Achterbahn der Gefühle. Die Salami-Pizza beim Kindergeburtstag, an dem ich mit dem Kochlöffel statt den Topf zu treffen meiner Freundin Vanessa die Brille von der Nase geschlagen habe. Die Pizza Speciale zuhause, nach einer Woche Landschulheim am Bodensee, wo es so schrecklich war, dass ich aus Protest nur Brot gegessen habe. Die wunderbare Artischocken-Pizza bei meiner Tante, die die ganze Familie ins Schwärmen brachte. Die Pizza Calzone in einem kleinen italienischen Restaurant, in dem erst die Ehe eines Freundes und wenige Jahre später dessen Scheidung in die Wege geleitet wurde. Die halbe Pizza Margherita morgens um fünf vom Take-away, nach einer durchtanzten und durchtrunkenen Nacht. Die andere Hälfte der Pizza Margherita am selben Tag mittags um halb eins, direkt nach dem Aufstehen, als Lebenskräfte erweckendes kaltes Katerfrühstück. Die Pizza Quattro Stagioni auf dem Wohnzimmersofa, mit einem guten Film im DVD-Player. Diese Pizza heute Mittag, mit hauchdünnem, knusprigen Boden, die als "Jamie-Pizza" Eingang in meine absoluten Koch-Favoriten gefunden hat.
Das Rezept für den Teig ist von Jamie Oliver aus "Genial Italienisch" übernommen - und seitdem mein Standart-Rezept für Pizzateig. Die Zutaten habe ich hier halbiert.
Das Rezept für den Teig ist von Jamie Oliver aus "Genial Italienisch" übernommen - und seitdem mein Standart-Rezept für Pizzateig. Die Zutaten habe ich hier halbiert.
Zutaten für 4 Pizzen:
400g Weizenmehl (Type 550)
100g feiner Hartweizengries
1 TL Salz
1 Päckchen Trockenhefe
1 TL feiner brauner Zucker
ca. 330ml lauwarmes Wasser
Zuerst die Hefe und den Zucker im lauwarmen Wasser auflösen und ein paar Minuten stehen lassen. Währenddessen Mehl, Gries und Salz vermischen und eine Mulde hineindrücken. In diese nun die Hefe-Zucker-Mischung gießen. Mit einer Gabel das Mehl von den Seiten her unterrühren. Jetzt die Hände gut bemehlen (das ist wirklich wichtig, sonst sonst werdet ihr gefühlte drei Stunden brauchen alles wieder von euren Händen weg zu bekommen) und den Teig kneten. Jamie sagt man soll ihn "in gegenläufigen Bewegungen vor- und zurückrollen, dabei mit der linken Hand zum Körper hinziehen und mit der rechten gleichzeitig vom Körper weg schieben", so soll in zehn Minuten ein schön glatter und elastischer Teig entstehen. Das tut es im besten Fall tatsächlich und jetzt kann man ihn mit Mehl bestäubt einige Zeit ruhen lassen.
Für die Sauce eine Knoblauchzehe in feine Stückchen hacken und in etwas Olivenöl in einem Topf anschwitzen. Eine Dose stückige italienische Tomaten guter Qualität dazugeben und köcheln lassen. Mit Salz, Pfeffer und gehacktem Basilikum würzen und noch ein paar Minuten weiterköcheln.
Den Backofen auf 250°C vorheizen und die erste Portion vom Teig abtrennen. Ich rolle den Teig so dünn wie möglich direkt auf dem Backblech aus und steche ihn ein paar Mal mit einer Gabel ein. Jetzt zwei Esslöffel von der Sauce auf die Pizza geben und mit den übrigen Zutaten belegen. Bei mir sind es diesmal ein paar Scheiben Chorizo, eine in feine Ringe geschnittene Chilischote und Büffelmozarella.
Jetzt ab damit in den Ofen und bei 250°C ca. 6-8 Minuten backen.







