Dienstag, 12. Juli 2011

Von der Rolle II: Blätterteigschneckchen mit Schinken

Leute, Leute, war das eine Woche! Und ein Wochenende! Gibt es wohl etwas schöneres, als mit lustigen und lieben Menschen zu feiern? Aber natürlich! Mit lustigen und lieben Menschen zu feiern UND zu essen. Sei es in Freiburg der feine Flammkuchen mit Verena auf dem ZMF, der frisch auf riesenhaften Blechen über einem Feuerchen im Holzofen gebacken wird, oder der obligatorische vegetarische Yufka mit Bärbel (hallo!) vom Uni-Döner, Euphrat oder Kebaphaus, der als Grundlage zu Beginn und zur finalen Katervorbeugung am Ende einer Kneipentour dient, oder das feine Geburtstagsbuffet bei Arthurs Tochter, das mit karamellisierten Kirschtomaten, köstlichem Chili und anderen Leckereien aufwartete und eine eh schon tolle Party perfekt machte. Ach ja, tollen Wein gab es da übrigens auch. Ich habe allerdings fast nur Wasser getrunken... *hust*... komisch, dass ich am Ende so seltsam doppelt gesehen habe. Jedenfalls, wenn man selbst etwas zum Essen beisteuern möchte, ist es gut, wenn man Zeit hat, dann kann man sich richtig schön austoben. Aber ratet, was diesmal bei mir der Fall war. Da ich schon im Voraus wusste, dass es ein bisschen knapp in der Küche werden könnte, habe ich mich für eines meiner Lieblingsrezepte entschieden, das ich schon seit Jahren immer wieder für Parties zubereite, wenn es schnell gehen muss. Here we go...


Hier kommt das Rezept für ca. 18 Schneckchen:
1 Rolle Blätterteig (aus dem Kühlregal, rechteckig)
125 g Katenschinken, gewürfelt
1 kleine Zwiebel, fein gehackt
100 g Schmand
1 Eiweiß
1/2 Bund Petersilie, fein gehackt
Salz, Pfeffer
1 Eigelb, 1-2 EL Milch

Backofen auf 200°C vorheizen. Katenschinken, Zwiebel, Schmand, Eiweiß und Petersilie in einer Schüssel gut miteinander vermischen und ordentlich mit Salz und Pfeffer würzen. Blätterteig ausrollen (dabei auf dem Backpapier liegen lassen), und die unteren zwei Drittel der langen Seite mit der Masse belegen. Nun mit Hilfe des Backpapiers den Teig zu einer langen Rolle rollen. Die "Naht" gut festdrücken und mit einem scharfen Messer die Rolle in ca. 1,5 cm breite Stücke schneiden und diese mit der Schnittfläche nach unten auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen. Beim Schneiden verlieren die Schneckchen ihre Form ein wenig, später beim Backen gleicht sich das aber von alleine wieder aus. Das verbleibende Ei trennen, das Eigelb mit 1-2 EL Milch verrühren und damit die Schneckchen bestreichen. Ab in den Ofen und ca. 25 Minuten backen. Man kann auch Mini-Schneckchen machen, hierfür wird der ausgerollte Blätterteig vor dem Belegen der Länge nach halbiert. Mit den beiden Teighälften folgt dann das gleiche Procedere wie oben beschrieben.


Die Schinkenschneckchen sind quasi die carnivore Variante meiner Spinat-Feta-Schneckchen, am besten macht ihr für eine Party beide zusammen, dann sind auch die Vegetarier froh!

Edit: Bei Heike von Au gibt es eine schöne fotografische Dokumentation vom Wochenende!

Kommentare:

foto e fornelli hat gesagt…

Klingt nach einem wunderbaren Wochenende, so soll's sein :-) Solche Schnecken sollte man eigentlich gar nicht anfangen zu essen, ich schaffe nämlich ein ganzes Blech alleine. Mit Katenschinken habe ich sie noch nicht gemacht - wird aber nachgeholt :-)
Liebe Grüße, Alex

Heike hat gesagt…

Ooops, die waren von dir?
Wird gleich ergänzt!

Hab leider nicht ein einziges abbekommen....

nata hat gesagt…

Ach, die waren von Dir? Als ich zum ersten Mal auf das Büffet blickte, machten sie noch keinerlei Fluchtversuche. Nach einem kurzen Moment waren dann alle weg. Dabei hätte mich auch interessiert, wie die schmecken, die Schnecken...

Rosa's Yummy Yums hat gesagt…

Mmmhhh, wundervoll! Diese müssen lecker schmecken. A great apperitze item.

Grüsse,

Rosa

Manu hat gesagt…

Wie lecker. Solche Schneckchen habe ich auch schon oft gemacht. Gehen schnell und kommen immer gut an...

LG

stehrumchen hat gesagt…

Oh ja, das sind auch meine Favoriten, wenn ich irgendwo etwas für ein Buffet mitbringen soll und es schnell gehen muss. Sind übrigens auch mit rotem Pesto sehr lecker. Das Rezept hab ich mal irgendwo aus einer Frauenzeitung rausgerissen. Liebe sonnige Grüße Nina

zorra hat gesagt…

Hübsch, und auch noch ohne Käsem so kann ich sie bald mal für Y. nachbacken.

Alex [Chef Hansen] hat gesagt…

Ach die waren von dir *fg

Ich hab die zum ersten Mal auf Heikes Bildern gesehen - kann´s sein, dass schon bekannt war, wie lecker die Schneckchen sind? lg

Arthurs Tochter hat gesagt…

Ach die waren von Dir???
*kleinerscherz
;))

Saulecker waren sie. Ich habe 2 ergattert in der Zeit als ich noch in der Küche nachbereitet habe. P. hat sie geliebt wie Deine Lachsröllchen im Februar. Und echt? Du hast Alkohol getrunken? Ich sah Dich immer nur mit Wasserglas. *hust

Schnuppschnuess hat gesagt…

Ach die waren... und obwohl wir fast als Letzte kamen, habe ich noch eins ergattern können. Schließlich musste ja Platz für den Kuchen gemacht werden *ggg* Des war oin leggeres Schneggsche.

lamiacucina hat gesagt…

wer sie zuhause nachbäckt, darf alle alleine essen, auch am Rhein :-)

Christina hat gesagt…

@Alex: Ohje, du sagst es - so ein Blech ist quasi ein Tropfen auf den heißen Stein. ;-)

@Heike: Danke für das schöne Foto! :-)

@Nata: Du gibst mir ne Köln-Stadtführung, ich geb dir Schneckchen en masse, ok?

@Rosa: Genau, als Appetizer waren sie ursprünglich mal gedacht.

@Manu: Da sag ich nur: Schneckchen-Power!

@Stehrumchen: Und wenn´s extraextraschnell gehen muss, kann man das Pesto auch aus dem Glas nehmen.

@Zorra: Darf Y. kein Käse essen oder mag Y. keinen? In letzterem Fall eignen sich die Schneckchen auch ganz vorzüglich zum Käse unterschmuggeln und bekehren! Hihi, man, das ist eigentlich fies! ;-)

@Alex: Vielleicht habe ich einfach zu wenig gemacht, sind ja auch ruckzuck eingeatmet, die kleinen Dinger.

@AT: Oh, dass freut mich, dass sie geschmeckt haben. Und ja, ihr hattet irgendwie so besonders gutes Wasser...

@Schnuppschnüss: Der Kuchen - der war auch himmlisch!

@Robert: :-)