Dienstag, 5. November 2013

Apfel-Mohnkuchen mit Nussstreuseln: Quasi ein Kuschelkuchen


Liiieber Himmel, hattet ihr auch so ein trübes und verregnetes nass-kaltes Herbstwochenende mit akutem Weihnachtsstimmungsschub und Einkuschelambitionen sondergleichen wie ich? Glücklicherweise gibt es ja aber en masse Rezepte für Gerichte, die mit ihrem Duft den Regen Regen sein lassen und den Gemütlichkeitsfaktor im Nullkommanix deutlich anheben. Und so ein schmatziger Quarkkuchen mit Äpfeln, köstlicher Mohnfüllung, Zimt und Knuspersteuseln ... ach, das ist doch wie Eis, geht irgendwie immer.



Dazu habe ich mir noch ein paar Bilder von der Apfelente im September angeschaut und mal wieder festgestellt: Einmal Pferdemädchen, immer Pferdemädchen! Denn es gibt doch kaum etwas schöneres, als sich inmitten der Natur partners-in-crime-mäßig mit einem süßen Wuschelpony einen knackigen roten Apfel zu teilen und sich daran zurückzuerinnern, was man als Kind auf dem Pferderücken so alles erlebt hat. Das, was "im fortgeschrittenen Alter" folgte, blendet man in so einem Moment lieber aus. ;-)


Lange Mähnen, wohin man auch blickt ...


Aber jetzt zum Kuchen, der übrigens viel besser schmeckt, als er hier aussieht. ;-) 



Hier kommt das Rezept für ein Blech Apfel-Mohnkuchen: 

Für den Teig: 
350 g Mehl 
½ TL Salz 
25 g frische Hefe 
1 EL flüssiger Honig 
250 ml lauwarme Milch 
50 g Butter 

Für die Mohnfüllung: 
350 ml Milch 
100 g brauner Zucker 
1 Pk. Vanillezucker 
1 TL Zimt 
200 g gem. Mohn 
50 g Grieß 
1 Bio-Zitrone 
4 große Äpfel 
250 g Magerquark 
3 EL Rosinen (optional, aber ich habe einen Rosinen-im-Kuchen-Fan hier sitzen) 

Für die Streusel: 
150 g Mehl 
80 g Butter, vorher rauslegen, sie soll schön weich sein 
50 g Zucker 
½ TL Zimt 
100 g gehackte Nüsse (ich habe Mandeln genommen) 
Puderzucker zum Servieren. 



Für den Hefeteig Mehl und Salz in eine Schüssel geben. Hefe und Honig in der lauwarmen Milch auflösen. Die Mischung zusammen mit der Butter zum Mehl geben und alles miteinander verkneten. Teig zugedeckt an einem warmen Ort etwa 30 Minuten gehen lassen, bis sich sein Volumen merklich vergrößert hat. 
Für die Füllung Milch, Zucker, Vanillezucker und Zimt aufkochen. Mohn und Grieß einrieseln lassen, unter Rühren kurz aufkochen. Vom Herd nehmen und etwa 10 Minuten quellen lassen, dabei ab und zu umrühren. 
Schale der Zitrone abreiben, Saft auspressen. Äpfel schälen (oder auch nicht, ich finde es manchmal ganz hübsch, wenn ein Teil der Schale noch dran bleibt), Kerngehäuse entfernen und fein würfeln (oder grob raspeln). Zitronenschale und Saft dazugeben und zusammen mit dem Quark unter die Mohnmasse ziehen. Ach ja, das wäre auch der Zeitpunkt, um die Rosinen dazuzugeben. ;-) Ihr seht´s auf dem Bild, ich habe sie ganz vergessen und sie dann einzeln „versenkt“, nachdem ich die Masse schon auf dem Kuchen verteilt hatte.
Den Hefeteig noch mal kurz kneten, für ein Minütchen ruhen lassen, dann auf bemehlter Arbeitsfläche etwa in Blechgröße ausrollen. Blech mit Backpapier auslegen, den Teig darauf legen und die Ränder ein bisschen hochziehen. Mohnmasse auf dem Teig verteilen (sollte abgekühlt sein) und den Backofen schon mal auf 200 Grad vorheizen. 
Für die Streusel alle Zutaten in einer Schüssel mischen und mit den Händen zu einem krümeligen Teig verarbeiten. Nicht soviel naschen (sonst geht es euch wie mir und die Hälfte fehlt und ihr müsst für das Foto eine Kuchenseite aufpimpen). Streusel auf dem Kuchen verteilen und das Kuchenbaby auf der zweiten Schiene von unten etwa 30 Minuten backen. Schön mit Puderzucker bestäuben und servieren. 
Das Rezept hat mich aus der Lust auf Genuss 9/12 angesprungen. 



Ach, und wie ihr hier auf dem Foto sehen könnt, ernten die dicksten Ponys auch die schönsten Äpfel – nämlich heimlich die frisch gepflückten aus dem Eimer, weil die natürlich viel besser schmecken, als die anderen dreihundertfünfundneunzigtausend, die schon auf dem Boden herumliegen. Habt eine schöne Woche, mit hoffentlich ohne Regen. ;-)


Kommentare:

Anikó hat gesagt…

Der Kuchen ist super: Mohn *gnihihihi* Ich liebe Mohn! Ich glaube, den mache ich mal, wenn ich zu Hause bin, Herr Papa liebt Mohn auch! Aber die Pferde kannst Du behalten, die finde ich irgendwie gruselig ...

Rosa's Yummy Yums hat gesagt…

Schöne Pferde. Dieser Kuchen ist wunderbar.

Grüsse,

Rosa

grain de sel hat gesagt…

*Ohhhh* sagt das indianische Pferdemädchen in mir :)

Gina hat gesagt…

Ich bin kein großer Fan von Mohn... Aber in Apfelkuchen und Madeleines... hmmm, lecker!

Deine Fotos inspirieren mich :-)

ammlerich hat gesagt…

Ich bin zwar auch kein großer Pferdefan, aber die Apfelenten gehören eindeutig zu meinen lieblingstiefen!

Sehr schöner Foodblog, btw. Ich kenne niemanden der auch nur annähernd so pfiffig und unterhaltsam schreibt!

erinnerungsengramme hat gesagt…

Oh, das ist eine wunderbare Kombination!
Äpfel aus dem Tantengarten, frisch aus Wien mitgebrachter grauer Mohn aus dem Waldviertel und morgen kommt Besuch...

Danke für das sich schon so lecker lesende Rezept!

Anonym hat gesagt…

Ich habe den Kuchen heute gebacken, super lecker, vielen Dank für das tolle Rezept, eine sehr gelungene Kombination! Viele Grüße, Stephanie