Zur Zeit plane ich ein einfaches Buffet für ein kleines Fest, das ohne großen Zeitaufwand erstellt werden kann und trotzdem für jeden Geschmack ein bisschen was beinhaltet. Wenn man normalerweise nur für zwei Personen kocht, ist das gar nicht so einfach, finde ich. Meist neige ich nämlich dazu viiiel zu viel zu machen - was ich allerdings besser finde als zu wenig, denn Reste lassen sich ja am nächsten Tag noch essen, man kann sie den Gästen mitgeben oder vielleicht sogar einen Teil eingefrieren. Und was gäbe es Schlimmeres als hungrige Gäste, wenn das Buffet bereits nach dem ersten Gang vollständig abgegrast ist? Na ok, wahrscheinlich durstige Gäste, aber diesbezüglich habe ich schon längst vorgesorgt, das ist natüüürlich selbstredend. ;-) Jedenfalls habe ich bezüglich der deftigen Häppchen schon ein größeres Repertoire, auf das ich zurückgreifen kann, für das Dessert wollte ich aber mal etwas Neues ausprobieren. Vor einiger Zeit habe ich selbst bei einem Buffet mal einen unverschämt schokoladigen Kuchen gegessen, an dessen Rezept ich mich aber nicht mehr erinnern kann. Ohne Mehl und ohne Backen, das weiß ich noch, und er ist im Mund geschmolzen, man hatte aber trotzdem was zu knuspern. Mit Hilfe von Kochbüchern und dem Internet ist zum Glück schnell eine viel versprechende Alternative zusammengebastelt, an die ich noch einen Schuss Grand Marnier gegeben habe, weil ich einen leichten Orangengeschmack bei dunkler Schokolade so gerne mag. Treffer!
Hier kommt das Rezept für eine Springform von 28cm:
250 g Bitterschokolade, grob gehackt
250 g Butter
250 g Butterkekse (ich habe Vollkornbutterkekse genommen, ich mag sie ein bisschen lieber)
2 superfrische Eier
4 EL Rohrohrzucker
150 g Walnusshälften
5 EL Grand Marnier (wenn Kinder mitessen und man mag auf Orangengeschmack nicht verzichten, einfach durch Saft und geriebene Orangenschale ersetzen)
Außerdem: Backpapier zum Auskleiden der Form
Schokolade und Butter in einer Schüssel im heißen Wasserbad schmelzen und gut miteinander verrühren. Wenn alles aufgelöst ist, beiseite stellen und abkühlen lassen. Die Kekse grob hacken. Walnüsse in einer Pfanne ohne Fett kurz anrösten.
Mit dem Handrührer Eier und Zucker miteinander auf höchster Stufe ca. 5 Minuten verrühren, die Masse soll etwas andicken. Die Schokoladenbutter mit einem Kochlöffel unterrühren. 100 g Walnüsse grob hacken und zusammen mit dem Grand Marnier und den Keksen unterheben. Den Boden der Springform mit Backpapier auskleiden (Ich lege dafür einen Bogen Backpapier auf den Formboden, drücke den Springformrand darauf und schließe ihn. Dann ist das Backpapier eingeklemmt und nichts kann verrutschen. Dann einfach das überhängende Papier abschneiden.) und den Teig in die Form geben. Glattstreichen und mit den restlichen Walnusshälften dekorieren. Die Form mit Folie abdecken und mindestens 5 Stunden kalt stellen, damit alles fest wird. Den Kuchen in schmale Stücke schneiden und servieren.
Der Kuchen ist wirklich ruckzuck gemacht und kann auch schon am Vortag zubereitet werden. Bei einem ganzen Päckchen Butter und einer nicht unbedingt kleinen Menge an Schokolade lässt sich nicht abstreiten, dass es der Kuchen durchaus in sich hat. Für das Buffet schneide ich ihn in ganz schmale Scheiben, vielleicht sogar in kleine Würfel, dann kann man die Dosis für den persönlichen Schokoladen-Schock ganz einfach selbst bestimmen.


